Die Queere Reihe Hoyerswerda lädt im November und Dezember zu drei Veranstaltungen ein. Den Auftakt macht am Dienstag, 10. November, um 17 Uhr ein Erzählcafé zu queerem Leben in der DDR im Schloss & Stadtmuseum. Es folgen eine Lesung und ein Filmabend, der Eintritt ist jeweils frei.
Zeitzeugen erzählen von queerem Leben in der DDR
Die Queere Reihe beginnt mit einem Gesprächsformat. Das Erzählcafé ist zugleich die zweite Veranstaltung einer Reihe zu queerem, sächsischem Leben in der DDR. Im Mittelpunkt stehen die strafrechtliche Verfolgung, Inhaftierung und gesellschaftliche Ausgrenzung von LSBTIAQ+ in Sachsen, nach Angaben der Veranstalter ein lange vernachlässigter Teil der DDR-Aufarbeitung. Die Gäste sind eingeladen, eigene Erfahrungen und Perspektiven einzubringen. Gesprochen wird über die Handlungsspielräume queerer Menschen damals und heute.
Zu Gast sind drei Zeitzeuginnen und Zeitzeugen: die Journalistin, Autorin und Aktivistin der DDR-Frauen- und Lesbenbewegung Carola Güldner (geboren 1966 in Dresden), Hans-Jürgen Barth (geboren 1951 in Berlin), politischer Aktivist in der DDR und heute Bildungsreferent in der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden, sowie die Schriftstellerin Jayne-Ann Igel (geboren 1954 in Leipzig), ehemalige Mitarbeiterin des Frauenstadtarchivs Dresden. Es moderieren die Kulturhistorikerin Paula Kreutzmann von der Universität Leipzig und Anina Falasca, Historikerin und Bildungsreferentin bei Gerede e.V. Das Erzählcafé findet in Kooperation mit dem Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda statt.
Lesung mit Kea von Garnier und Filmabend im Dezember
Am Mittwoch, 25. November, um 18 Uhr liest Kea von Garnier in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek aus ihrem Romandebüt „Restsommer“. Der Roman spielt 2003 in einer Kleinstadt und erzählt von Dominik, dessen Leben durch die Arbeit im Bestattungsunternehmen seines Vaters vorgezeichnet scheint, bis Biff neu in seine Klasse kommt. Es geht um erste Liebe, queere Selbstfindung und familiäre Erwartungen. Im Anschluss ist Zeit für ein Gespräch.
Den Abschluss bildet ein Filmabend. Die Kulturfabrik Hoyerswerda zeigt am Donnerstag, 3. Dezember, um 19 Uhr das spanisch-deutsche Coming-of-Age-Drama „Strange River“ aus dem Jahr 2025 (103 Minuten, FSK 12). Auf einer Donau-Radtour mit seiner Familie entdeckt der 16-jährige Dídac durch die Begegnung mit einem geheimnisvollen Jungen neue Sehnsüchte in sich.
Eintritt frei und ohne Anmeldung bei allen Terminen
Veranstaltet wird die Queere Reihe von Gerede e.V., dem Dresdner Verein für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Die Queere Reihe richtet sich an alle Interessierten, unabhängig davon, ob sie bereits viel über queere Geschichte und Gegenwart wissen oder sich dem Thema neu nähern. eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr steht auf der Internetseite von Gerede e.V..
Dienstag, 10. November 2026, 17 Uhr: Erzählcafé „Queeres Leben in der DDR“, Schloss & Stadtmuseum Hoyerswerda, Schlossplatz 1
Mittwoch, 25. November 2026, 18 Uhr: Lesung „Restsommer“ mit Kea von Garnier, Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek Hoyerswerda
Donnerstag, 3. Dezember 2026, 19 Uhr: Filmabend „Strange River“, Kulturfabrik Hoyerswerda
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