Die Landesapothekerkammer Brandenburg ordnet den Apotheken-Notdienst im Land neu. Ab dem 1. März 2026 gilt ein einheitlicher 20-Tage-Rhythmus, der zunächst bis Ende des Jahres als Modellprojekt erprobt wird. Ziel ist es, die Arzneimittelversorgung trotz sinkender Apothekenzahlen langfristig sicherzustellen. Gleichzeitig sollen Apothekenteams spürbar entlastet werden.
Apotheken-Notdienst in Brandenburg wird neu organisiert
Wie die Landesapothekerkammer Brandenburg mitteilt, wird der Apotheken-Notdienst im Land Brandenburg grundlegend neu strukturiert. Die Entscheidung erfolgte im Einvernehmen mit dem Ministerium für Gesundheit und Soziales. Ziel der Neuorganisation ist es, die flächendeckende Arzneimittelversorgung langfristig sicherzustellen und die vorhandenen personellen Ressourcen effizienter zu nutzen.
Kern der Reform ist die landesweite Umstellung auf einen einheitlichen 20-Tage-Rhythmus. Damit ist jede öffentliche Apotheke in Brandenburg künftig alle 20 Tage zur Teilnahme am Notdienst verpflichtet. Für viele Apotheken bedeutet dies eine spürbare Reduzierung der jährlichen Dienstbelastung, auch wenn sich regional – abhängig von der jeweiligen Apothekendichte – Veränderungen ergeben können.
Veränderte Apothekenlandschaft als Hintergrund
Nach Angaben der Landesapothekerkammer reagiert die Neuorganisation auf die veränderte Apothekenlandschaft im Land Brandenburg. Seit Beginn des Jahres 2022 haben 47 Apotheken geschlossen. Zudem haben 11 Orte ihre jeweils einzige Apotheke verloren.
Jens Dobbert, Präsident der Landesapothekerkammer Brandenburg, erklärt, dass mit der Reform sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Belastbarkeit der Apothekenteams berücksichtigt werden sollen. Der 20-Tage-Rhythmus sorge für eine gerechtere Verteilung der Dienste und entlaste viele Apotheken spürbar.
Versorgungssicherheit bleibt laut Kammer gewährleistet
Gleichzeitig weist die Landesapothekerkammer darauf hin, dass sich für Patientinnen und Patienten längere Wege zur nächstgelegenen Notdienstapotheke ergeben können. Dennoch werde auch nach der Umstellung eine flächendeckende Versorgungsqualität sichergestellt. Die Vor-Ort-Apotheken seien weiterhin an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr über den Apotheken-Notdienst erreichbar.
Die Neuorganisation wird zunächst als Modellprojekt umgesetzt. Während dieser Phase sollen Erfahrungen gesammelt und ausgewertet werden. Die jeweils nächstgelegenen diensthabenden Apotheken sind weiterhin tagesaktuell über die Internetseite der Landesapothekerkammer Brandenburg sowie über das Portal der ABDA abrufbar.
Die Landesapothekerkammer Brandenburg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Potsdam. Sie vertritt die beruflichen Interessen der Apothekerinnen und Apotheker im Land Brandenburg. Der Kammer gehören derzeit 2.137 Mitglieder an. Im Land Brandenburg gibt es aktuell 533 Apotheken, darunter 13 Krankenhausapotheken.
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Red. / Presseinformation







