In Cottbus und weiteren Teilen Südbrandenburgs müssen sich Fahrgäste am Montag auf Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten mehrerer regionaler Verkehrsbetriebe, darunter die Cottbusverkehr GmbH, die Spree-Neiße Cottbusverkehr GmbH, die Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH sowie die Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz mbH, zu einem Warnstreik auf. In Cottbus ist laut verdi ab 9:00 Uhr eine Streikkundgebung am Hauptbahnhof geplant, anschließend folgt eine Demonstration zum Stadthaus mit Abschlusskundgebung ab 12:30 Uhr. Hintergrund des Warnstreiks ist das bislang fehlende Angebot der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde.
Warnstreik im Nahverkehr trifft Cottbus und Südbrandenburg
Der Warnstreik findet im Rahmen der laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr in Brandenburg statt. Die Gewerkschaft verdi Berlin-Brandenburg erklärt, dass die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg kein Angebot vorgelegt hätten. Nach Angaben der Gewerkschaft fordern die Arbeitgeber stattdessen Verschlechterungen bei bestehenden tariflichen Regelungen. Diese betreffen insbesondere die Wochenarbeitszeit, Zuschläge sowie Regelungen zum Krankengeldzuschuss. Mit den Arbeitsniederlegungen soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.
ver.di weist Arbeitgebern Verantwortung zu
Die ver.di-Verhandlungsführerin Andrea Germanus kritisiert in der Pressemitteilung den bisherigen Verlauf der Gespräche. Die Beschäftigten benötigten Entlastung und keine zusätzlichen Belastungen. Dass sich die Arbeitgeber nicht ernsthaft mit den Forderungen auseinandergesetzt hätten, sei aus Sicht der Gewerkschaft nicht akzeptabel. Die Verantwortung für mögliche Ausfälle im Nahverkehr liege laut ver.di allein bei den Arbeitgebern. Der Warnstreik am 2. Februar sei eine direkte Reaktion auf das bisherige Verhalten in den Tarifverhandlungen.
Vom Streik erfasst sind folgende Unternehmen:
- Uckermärkische Verkehrsgesellschaft mbH
- Barnimer Busgesellschaft mbH
- Stadtverkehrsgesellschaft mbH Frankfurt (Oder)
- Busverkehr Oder-Spree GmbH
- mobus Märkisch-Oderland Bus GmbH
- Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH
- Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft mbH
- Verkehrsbetriebe Brandenburg a.d.H .GmbH (VBBr)
- ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
- regiobus Potsdam Mittelmark GmbH“
- Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH
- Verkehrsgesellschaft Teltow Fläming mbH
- Cottbusverkehr GmbH
- Spree-Neiße Cottbusverkehr GmbH
- Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme Spreewald mbH
- Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz mbH
Geplante Aktionen in Cottbus und Potsdam
In Cottbus ist am Montag eine Streikkundgebung ab 9:00 Uhr am Hauptbahnhof vorgesehen. Im Anschluss ist eine Demonstration zum Stadthaus geplant. Dort soll ab 12:30 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfinden. In Potsdam findet zeitgleich eine ver.di-Streikversammlung bei den Verkehrsbetrieben Potsdam in der Fritz-Zubeil-Straße statt. Zwischen 9:00 und 10:00 Uhr stehen dort nach Angaben der Gewerkschaft Mitglieder der Verhandlungsführung sowie Beschäftigte für Gespräche zur Verfügung.
Fahrgäste sollen sich frühzeitig informieren
ver.di bittet Fahrgäste um Verständnis für mögliche Einschränkungen im Linienverkehr. Gleichzeitig wird empfohlen, sich frühzeitig über alternative Fahrtmöglichkeiten zu informieren, da es im Tagesverlauf zu Ausfällen oder veränderten Fahrplänen kommen kann.
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Red. / Presseinformation
Bild: Cottbusverkehr







