Ein Großbrand in einer Zimmerei hat am späten Donnerstagabend im Raum Betten (Landkreis Elbe-Elster) einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Wie Blaulichtreport Lausitz von vor Ort berichtete, stand ein Holzlager in Vollbrand. Rund 130 Kräfte aus mehreren Feuerwehren sowie Unterstützung aus zwei Landkreisen waren über Stunden im Einsatz. Ein Übergreifen der Flammen auf Wohnhäuser konnte verhindert werden.
Brand in Betten sorgte für Großeinsatz
Am späten Donnerstagabend ist es im Ort Betten im Landkreis Elbe-Elster zu einem Großbrand gekommen. Wie Blaulichtreport Lausitz von vor Ort mitteilte, geriet das Holzlager einer örtlichen Zimmerei in Brand. Die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden demnach um 22:16 Uhr alarmiert. Bereits während der Anfahrt zur Einsatzstelle war ein intensiver Feuerschein weithin sichtbar. Vor Ort bestätigte sich schnell das Ausmaß des Brandes. Große Mengen gelagerten Holzes und Baumaterials standen in Flammen, wodurch sich das Feuer rasch zu einem massiven Brandereignis entwickelte. Aufgrund der starken Flammenentwicklung und der drohenden Ausbreitung wurde die Alarmstufe kurze Zeit später erhöht. Um 22:28 Uhr erfolgte laut Angaben von Blaulichtreport Lausitz die Nachalarmierung einer zweiten Drehleiter aus Großräschen, um die Brandbekämpfung auch aus der Höhe zu unterstützen.
Löschwasserversorgung und Evakuierung als Herausforderung
Nur wenige Minuten später, gegen 22:31 Uhr, wurden zusätzliche Tanklöschfahrzeuge aus dem Landkreis Elbe-Elster sowie aus dem benachbarten Landkreis Oberspreewald-Lausitz angefordert. Insgesamt waren rund 130 Einsatzkräfte aus mehreren Feuerwehren sowie unterstützende Kräfte im Einsatz. Eine besondere Herausforderung stellte die Sicherstellung der Löschwasserversorgung dar. Aufgrund der Größe des Brandes und des hohen Wasserbedarfs mussten Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr eingesetzt werden, um Löschwasser zur Einsatzstelle zu bringen. Gleichzeitig bildeten die Einsatzkräfte mehrere Einsatzabschnitte, um die Brandbekämpfung koordinieren zu können. Durch die starke Hitzeentwicklung und die dichte Rauchentwicklung gerieten auch mehrere umliegende Gebäude in Gefahr. Die Feuerwehr leitete daher vorsorglich Evakuierungsmaßnahmen für angrenzende Wohnhäuser ein. Bewohner wurden aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich gebracht.
Bundesstraße zeitweise gesperrt
Während des Einsatzes wurden zwei ältere Menschen von der Schnelleinsatzgruppe Betreuung versorgt und betreut. Sie konnten für die Dauer des Einsatzes in Sicherheit untergebracht werden. Den Einsatzkräften gelang es schließlich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf benachbarte Wohnhäuser zu verhindern. Dazu setzten die Feuerwehren zahlreiche Strahlrohre sowie die Drehleitern ein.
Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch den Rettungsdienst sowie Betreuungseinheiten. Während der Löscharbeiten musste außerdem die Bundesstraße 96 im Bereich Betten vollständig gesperrt werden. Die Sperrung dauerte mehrere Stunden an, damit ausreichend Platz für Einsatzfahrzeuge und die Wasserversorgung vorhanden war. Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine Angaben vor. Nach Angaben der Einsatzkräfte werden die Ermittlungen dazu voraussichtlich von der Polizei aufgenommen.
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Red.
Bilder: Sean-Luc Bierla / Blaulichtreport Lausitz



























