Brandenburg Donnerstag, 23 Juli 2020 von Redaktion

Geringere Spargelernte in Brandenburg trotz Flächenzuwachs

Geringere Spargelernte in Brandenburg trotz Flächenzuwachs

In der diesjährigen Saison wurden im Land Brandenburg nahezu 4.000 Hektar Spargel als Ertragsflächen gezählt. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, nahm die Erntefläche um rund 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und ist damit die bisher größte ertragsfähige Spargelfläche im Land Brandenburg. Brandenburg zählt neben Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu den wichtigsten Anbauländern in Deutschland.

Gesamtertrag ging zurück

Dem Flächenzuwachs steht ein größerer Rückgang des Gesamtertrages von vorjährig 58 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) auf 48 dt/ha gegenüber. Im Vergleich liegt der aktuelle Ertrag jeweils 17 Prozent unter dem Vorjahreswert und unterhalb des sechsjährigen Durchschnitts (2014 bis 2019). 2006 lag der Ertrag mit knapp 45 dt/ha letztmalig unter dem diesjährigen Hektarertrag.

Die Erntemenge betrug rund 19.100 Tonnen und ging damit gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent zurück. Im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt ist ein Rückgang um 4 Prozent zu verzeichnen. Mit 15.300 Tonnen lag die Erntemenge zuletzt im Jahr 2015 unterhalb der aktuell gemeldeten Menge.

Saisonarbeitskräfte und Absatzmöglichkeiten fehlten

Während im Erntejahr 2019 Wetterbedingungen wie Frühjahrstrockenheit oder Spätfröste die Bewirtschaftung der Spargelfläche vor besondere Herausforderungen stellte, ist davon auszugehen, dass die diesjährigen Erntemengen teilweise von der Corona-Pandemie beeinflusst wurden. Nach einzelnen Meldungen der Betriebe betrifft das auf der einen Seite die Abhängigkeit der Spargelproduktion von der Anzahl verfügbarer Saisonarbeitskräfte und auf der anderen Seite die Absatzmöglichkeiten auf den strapazierten Märkten.

pm/red

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