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Brandenburg Dienstag, 09 Oktober 2018 von Redaktion

E-Food: Wo Bio drauf steht, ist Bio drin

E-Food: Wo Bio drauf steht, ist Bio drin

Mehr Sicherheit bei Bio-E-Food nach Abmahnungen der Verbraucherzentrale

Das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Brandenburg hat vier Online-Händler erfolgreich abgemahnt. Sie hatten in ihren Shops Bio-Lebensmittel ohne entsprechende Zertifizierung angeboten. Alle vier Anbieter unterzeichneten Unterlassungserklärungen. Ihren Verpflichtungen kamen sie in unterschiedlicher Weise nach: Während zwei Händler sämtliche Bioprodukte aus dem Online-Sortiment nahmen, ließen sich die anderen beiden nachträglich zertifizieren.

Gemäß der EU-Öko-Verordnung müssen in Deutschland nicht nur mit „Bio“ gekennzeichnete Lebensmittel von einer offiziellen Prüfstelle kontrolliert und zertifiziert sein, sondern auch Online-Händler, die Bioprodukte verkaufen. Doch solch eine Zertifizierung fehlte vier Anbietern, wie das Marktwächterteam aus Brandenburg im Zuge seiner Marktanalyse „E-Food Trends im Frischemarkt“ herausfand. „Für Verbraucher war somit nicht nachvollziehbar, ob diese Händler alle für Bio-Lebensmittel relevanten Pflichtvorgaben nach der EU-Öko-Verordnung einhalten“, erklärt Rechtsreferentin Dunja Neukamp. Bei den betroffenen Anbietern handelt es sich um gemischte Online-Shops, die neben Bioprodukten auch andere Lebensmittel verkaufen.

Nach den Abmahnungen verpflichteten sich alle vier Online-Händler in Unterlassungserklärungen dazu, künftig keine Bioprodukte mehr ohne entsprechende Zertifizierung zu vertreiben. Zwei von ihnen bieten seither online keine Bioprodukte mehr an, die anderen beiden verfügen mittlerweile über die nötigen Zertifikate. Bei ihnen können Verbraucher durch das Engagement der Verbraucherschützer nun sicher sein: Die Produktion der mit „Bio“- gekennzeichneten Lebensmittel wurde von der Herstellung bis zum Verkauf umweltfreundlich, nachhaltig und im Sinne des Tier- und Gesundheitsschutzes durchgeführt.

E-Food weiter im Fokus

Bereits zweimal nahmen die Marktwächter-Experten den wachsenden E-Food-Markt in Deutschland ins Visier. In der Untersuchung „E-Food im Frischemarkt“ vom Januar 2017 identifizierten sie eine Vielzahl von Anbietern, die mit hoher Professionalität frische Lebensmittel online vertreiben, ermittelten aber auch punktuelle Schwachstellen bei der Kühlkette. Die zweite Untersuchung „E-Food-Trends im Frischemarkt“, die im April 2018 erschien, zeigte, dass inzwischen vor allem Spezialitäten und Feinkost den Online-Handel mit Lebensmittel dominieren. Beide Untersuchungen ziehen ein vorwiegend positives Fazit zu E-Food im deutschen Frischemarkt.

Welche Qualität Online-Lebensmittelhändler hierzulande auch über das Angebot an Frischeprodukten hinaus bieten, zeigt aktuell die Stiftung Warentest. Sie hat unter anderem den Bestellprozess, den Zustand der gelieferten Ware, aber auch Faktoren wie AGB und Datenschutz bei 10 relevanten Anbietern auf Herz und Nieren geprüft. Die Ergebnisse der Untersuchung „Online Lebensmittel kaufen“ gibt es ab heute hier.

 

pm/red

 

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