Die BTU Cottbus-Senftenberg hat 2025 Drittmittel in Höhe von 62,4 Millionen Euro eingenommen. Das geht aus dem Jahresbericht der Universität hervor. 2023 waren es noch 76,1 Millionen Euro. Für 2026 rechnet die BTU nach eigenen Angaben mit Einnahmen auf dem Niveau des Vorjahres.
Drittmittel haben sich seit 2018 fast verdoppelt
Drittmittel sind Gelder, die eine Hochschule zusätzlich zu ihrem Grundhaushalt für einzelne Projekte einwirbt, etwa vom Bund, von der EU, von Stiftungen oder aus der Wirtschaft. Bei der BTU lagen sie 2018 bei 32,2 Millionen Euro und 2019 bei 33,9 Millionen. In den Jahren 2020 bis 2022 stiegen sie auf durchschnittlich rund 50 Millionen Euro. 2023 erreichten sie mit 76,1 Millionen Euro den bisherigen Höchststand, danach sanken sie auf 68,8 Millionen (2024) und 62,4 Millionen Euro (2025).
„Wir konnten unsere Forschungsdrittmittel verdoppeln“, sagt BTU-Präsidentin Gesine Grande im Jahresbericht rückblickend auf ihre erste Amtszeit seit 2020. Damals hätten die Drittmittel im unteren Bereich gelegen.
Weniger Geld vom Bund, mehr von der EU
Den größten Teil der Drittmittel bekommt die BTU vom Bund. 2025 waren es 48,3 Millionen Euro, im Jahr davor 54,7 Millionen. Auch von Ländern und Gemeinden (2,1 nach 2,8 Millionen), von Stiftungen (0,4 nach 1,0 Millionen) und aus der Wirtschaft (1,2 nach 2,0 Millionen) kam weniger. Mehr Geld gab es dagegen von der EU mit 5,0 Millionen Euro nach 3,3 Millionen und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 3,8 nach 3,5 Millionen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst steuerte 1,5 Millionen Euro bei.
Strukturwandel-Projekte sind zum Teil ausgelaufen
Den Rückgang erklärt die BTU auf Anfrage von NIEDERLAUSITZ aktuell mit dem Strukturwandel. 2023 seien vor allem aus diesen Mitteln hohe Einnahmen für investive Projekte erzielt worden. Aus dem Strukturwandel kamen dabei jährlich deutlich mehr als 30 Millionen Euro, ein Teil dieser Projekte ist inzwischen ausgelaufen. Zugleich habe die BTU eine Reihe neuer Strukturwandel-Projekte begonnen, etwa ZesTuR. Deshalb erwarte sie für 2026 Drittmittel auf dem Niveau des Vorjahres.
Viele Forschungsstellen hängen an Drittmitteln
Wie wichtig die Drittmittel für die Universität sind, zeigt der Blick auf das Personal. 2025 zählte die BTU umgerechnet auf Vollzeitstellen 721,6 wissenschaftliche Beschäftigte, 52 Prozent davon wurden aus Drittmitteln bezahlt. Bei den 771,9 Stellen in Verwaltung und Technik waren es 15 Prozent. Laut Bericht liefen zuletzt 79 von der DFG geförderte Projekte.
Land stellt der BTU 107 Millionen Euro bereit
Unabhängig von den Drittmitteln erhielt die BTU 2025 vom Land eine Mittelzuweisung von 107,1 Millionen Euro, davon 94,8 Millionen für den Globalhaushalt. Mit Rücklagen aus den Vorjahren standen insgesamt 130,0 Millionen Euro zur Verfügung, ausgegeben wurden 109,8 Millionen. In der Zeitreihe weist der Bericht für 2025 einen Haushalt von 127,4 Millionen Euro aus, nach 116,9 Millionen im Vorjahr. Für die Finanzen der Universität ist seit Kurzem der neue Kanzler Robert Nissen zuständig. Der vollständige Jahresbericht 2025 steht auf der Seite der BTU.
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