Brandenburg und Großpolen setzen ihre Zusammenarbeit in Bildung und Jugend fort. Heute unterzeichnen die Partner in Poznań einen gemeinsamen Arbeitsplan für die Jahre 2026 bis 2029, teilte das Bildungsministerium mit. Er soll Fremdsprachenunterricht, Schulpartnerschaften und weitere Begegnungen stärken.
Bildungsminister Hoffmann unterzeichnet in Poznań
Zur Unterzeichnung reist Bildungsminister Gordon Hoffmann in die Hauptstadt der Woiwodschaft Wielkopolska, wie die Region auf Polnisch heißt. Begleitet wird er von einer kleinen Delegation mit Vertretern aus Schule und Schulaufsicht sowie des Brandenburger Partnerschaftsbeauftragten für Polen von der Bildungs- und Begegnungsstätte Schloss Trebnitz.
„Polen und Deutsche sind Nachbarn und Freunde im Zentrum Europas. Dafür stehen auch mehr als 20 Jahre Bildungszusammenarbeit zwischen Wielkopolska und Brandenburg. Gute Partnerschaften leben von persönlichen Begegnungen und gemeinsamen Vorhaben“, sagte Hoffmann. Der Arbeitsplan schaffe für vier weitere Jahre einen verlässlichen Rahmen, damit sich Schülerinnen und Schüler kennenlernen und Lehrkräfte in beiden Ländern tätig sein können. „Gerade für den Polnisch-Unterricht an Brandenburger Schulen erhoffe ich mir Impulse.“
26 Schulen pflegen Partnerschaften nach Großpolen
Grundlage der Kooperation zwischen Brandenburg und Großpolen ist eine Gemeinsame Erklärung vom 25. April 2003. Seit 2004 vereinbaren die Partner gemeinsame Maßnahmen in immer wieder aktualisierten Arbeitsplänen. Derzeit pflegen 26 Schulen in Brandenburg Partnerschaften mit Schulen in Wielkopolska. Der neue Plan sieht vor, diese Partnerschaften zu erhalten und auszubauen. Außerdem sollen Schülerinnen und Schüler als Gäste eine Schule in der Partnerregion besuchen können.
Ein weiteres Anliegen ist die Förderung von Deutsch und Polnisch als Fremdsprachen. Die Woiwodschaft will den Polnisch-Unterricht an Brandenburger Schulen unterstützen und dafür zum Beispiel Studierende als Fremdsprachenassistentinnen und -assistenten werben. Zudem wollen die Partner Lehrkräftefortbildungen, gegenseitige Besuche und Unterrichtsbeobachtungen nutzen und die Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung weiterentwickeln.
Arbeitsplan steht unter dem Vorbehalt der Mittel
Der Arbeitsplan ist nach Angaben des Ministeriums eine Willens- und Partnerschaftserklärung. Die einzelnen Maßnahmen stehen unter dem Vorbehalt verfügbarer personeller und finanzieller Mittel. Brandenburg und Großpolen wollen dafür auch EU-Bildungsprogramme und weitere externe Mittel nutzen. Auf polnischer Seite wirken das Marschallamt der Woiwodschaft, das Bildungskuratorium und die Stadt Poznań mit.
Kontakte zwischen Brandenburg und Großpolen gibt es auch in Südbrandenburg. So informierte sich 2018 eine Delegation aus dem Partnerlandkreis Wolsztyn in Wielkopolska im Landkreis Dahme-Spreewald über die Flüchtlingspolitik.
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