Ein Pfirsichbaum aus der französischen Partnerstadt Montreuil steht jetzt im Branitzer Park. Bürgermeister Patrice Bessac und der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick haben ihn am Freitag gemeinsam im wiederhergestellten Frühbeethof der Schlossgärtnerei gepflanzt. Damit bekräftigen beide Städte ihre seit 1959 bestehende Partnerschaft. Zugleich unterzeichnete Cottbus Kooperationsvereinbarungen mit Montreuil und der italienischen Partnerstadt Grosseto. Am Samstag sind alle Cottbuser zu einem Street-Soccer-Cup und einer FrenchNight-Party eingeladen.
Cottbus erneuert Partnerschaften mit Montreuil und Grosseto
„Die Partnerschaft mit Montreuil wird buchstäblich Früchte tragen“, sagt Schick. Neben Zielona Góra gehört Montreuil zu den Partnerstädten, mit denen Cottbus besonders eng zusammenarbeitet. Im Mittelpunkt stehen Jugendbegegnungen, zuletzt etwa das InterTwined-Festival am Piccolo-Theater, sowie Stadtentwicklung, Sport, Integration und kulturelles Erbe. Bessac betont vor allem den Austausch junger Menschen: Frieden entstehe dadurch, „einander kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und menschliche Beziehungen zu schaffen“.
Die Partnerschaft mit Grosseto in der Toskana besteht seit 1967, die Kontakte waren aber lange eher verhalten. In diesem Jahr wurden sie wiederbelebt: Es gibt erste Schüleraustausche, sportliche Begegnungen sind geplant, und eine Gruppe Italienisch-Lernender der Volkshochschule reist demnächst mit Unterstützung von Erasmus+ in die Partnerstadt. Für Grosseto war unter anderem Fausto Turbanti, Vorsitzender des Stadtrats, nach Cottbus gekommen. Er nannte die Partnerschaft „einen wertvollen Schatz an Freundschaft und Zusammenarbeit“. Anschließend trugen sich die Gäste im Grünen Saal des Schlosses Branitz in das Goldene Buch der Stadt ein.

Pfirsichmauern mit französischer Geschichte
Der Standort des Baums ist kein Zufall. Der Frühbeethof, den Fürst Pückler 1853/54 zwischen Ananashaus und alter Baumuniversität anlegen ließ, wurde 2026 nach historischem Vorbild wiederhergestellt. Seine Stampflehmmauern verweisen auf die berühmten Pfirsichmauern von Montreuil. Dort entstanden ab dem 17. Jahrhundert kilometerlange Mauersysteme, die Sonnenwärme speicherten und so den Anbau wärmeliebender Pfirsiche ermöglichten. Der französische Obstzüchter Alexis Lepère brachte das Wissen nach Preußen und legte 1863 entsprechende Mauern im Babelsberger Park an, den Pückler gestaltet hatte.
„Pückler wäre entzückt!“, sagt Stefan Körner, Vorstand der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz. Im Frühbeethof entstanden zwei Reihen Frühbeetkästen, Spaliere für Aprikosen und Pfirsiche sowie zwei Mauern mit Toren, deren Lage durch gartenarchäologische Grabungen ermittelt wurde. Ab sofort werden dort wieder historische Obst-, Gemüse- und Kräutersorten angezogen. Kinder der Fröbel-Kindergärten übernehmen Patenschaften für Pflanzen. Gefördert wurde das Projekt als Teil der neuen Branitzer Baumuniversität vom Bundesbauministerium im Programm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“.
Samstag: Street-Soccer und French Night
Noch bis Sonntag sind 18 Jugendliche aus Montreuil und Grosseto in Cottbus zu Gast und verbringen die Woche mit 12 Cottbuser Jugendlichen, unterstützt vom Deutsch-Französischen Jugendwerk. Am Samstag, 24. Oktober, lädt die Stadt alle Cottbuserinnen und Cottbuser ein:
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ZeitarbeitBewerbung bis 31.10.Kraftfahrer CE (m/w/d)ZAC Personalservice GmbH · GubenZur Stelle →Alle 411 Stellen in Südbrandenburg →- 10 Uhr: 1. Cottbuser Städtepartnerschafts-Street-Soccer-Cup auf dem Montreuiler Platz
- 13:30 Uhr: Siegerehrung und Einweihung des Montreuiler Platzes
- 21 Uhr: 2. French Night mit „Italian Flair“ im Gladhouse, bis 22 Uhr Eintritt frei















