Ein IT-Sicherheitsvorfall hat die Kreisverwaltung Oberspreewald-Lausitz weitgehend außer Gefecht gesetzt. Wie zuerst brandenburg.media berichtete und der Landkreis inzwischen bestätigt, wurden bereits am Dienstagabend vorsorglich alle technischen Systeme heruntergefahren. Nur die Telefonanlage läuft weiter. Per E-Mail ist die Verwaltung nicht erreichbar, der Sprechtag am Donnerstag fällt an allen Standorten aus. Ob es sich um einen Cyberangriff handelt, ist offiziell nicht bestätigt. Den Hinweis auf den Vorfall erhielt der Landkreis nach eigenen Angaben am Dienstag um 19.22 Uhr vom Brandenburger Ministerium des Innern und für Kommunales. Seit Mittwochmorgen, 6.30 Uhr, arbeitet der Verwaltungsstab. Er tagt laut brandenburg.media im Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Technischen Zentrum in Großräschen. Die kreiseigene IT-Abteilung sucht gemeinsam mit externen Experten nach einer Lösung. Wie lange der Ausnahmezustand dauert, kann die Kreisverwaltung nach eigener Aussage derzeit nicht sagen.
Was Bürgerinnen und Bürger jetzt wissen müssen
Was genau hinter dem Vorfall steckt, teilt der Landkreis bislang nicht mit. Kreissprecherin Sarah Werner bestätigte am Mittwochmorgen gegenüber brandenburg.media lediglich einen IT-Sicherheitsvorfall, dem man intern nachgehe. Aus Verwaltungskreisen ist laut dem Portal von einem Cyberangriff die Rede. Die Beschäftigten sollen ihre Rechner ausgeschaltet lassen, nach Informationen von brandenburg.media auch im Homeoffice. Eine interne Mitteilung, die dem Portal vorliegt, untersagt ausdrücklich, Computer in Betrieb zu nehmen. Ob die Polizei ermittelt, ist bislang unklar.
Laut Landkreis ist die Verwaltung nur eingeschränkt arbeitsfähig. Ein Kontakt per E-Mail ist nicht möglich. Anfragen sollen an die Hotline des Bürgerbüros gehen: 03573 870-0, Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 15 Uhr. Der Sprechtag am Donnerstag, 22. Oktober, entfällt vollständig an allen Verwaltungsstandorten. Wer zuletzt elektronisch mit der Kreisverwaltung in Kontakt stand, muss nach Angaben des Landkreises derzeit nichts unternehmen. Aktuelle Informationen veröffentlicht der Landkreis fortlaufend auf osl-online.de.
Nicht der erste Fall in Senftenberg
Senftenberg war bereits im vergangenen Jahr Ziel von Cyberkriminellen. Im September 2025 legte ein Ransomware-Angriff die Systeme der kommunalen Wohnungsgesellschaft lahm, das Landeskriminalamt ermittelte damals wegen Erpressung und Computersabotage. ->> Hier weiterlesen
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