Nächster Erfolg für den Piccolo Jugendklub aus Cottbus: Mit seiner Produktion „ANNE“ über das Leben von Anne Frank gehört das Ensemble zu fünf bundesweit von einer Fachjury ausgewählten Jugendtheaterproduktionen, die beim 35. Bundestreffen Jugendclubs an Theatern in Oldenburg gezeigt werden. Wie das Piccolo Theater mitteilte, ist die Aufführung für Samstag um 20:30 Uhr im Oldenburgischen Staatstheater geplant. Bereits zuvor hatte es die Inszenierung zum Theatertreffen der Jugend der Berliner Festspiele geschafft.
Piccolo Jugendklub zeigt „ANNE“ in Oldenburg
Der Piccolo Jugendklub unter der Spielleitung von Matthias Heine hat mit seiner Inszenierung „ANNE“ erneut eine bundesweite Auswahl erreicht. Beim 35. Bundestreffen Jugendclubs an Theatern vom 23. bis 26. Oktober 2026 in Oldenburg präsentiert das Cottbuser Ensemble seine Produktion im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters. Die Aufführung beginnt am 24. Oktober um 20:30 Uhr.
Neben der Cottbuser Theatergruppe erhielten Jugendclubs aus Dresden, Kiel, Saarbrücken und Weimar eine Einladung zum Festival. Die fünf ausgewählten Produktionen beschäftigen sich mit unterschiedlichen Themen und zeigen verschiedene Formen des Jugendtheaters. Die Aufführungen finden in der Exhalle und im Kleinen Haus statt. Für den Piccolo Jugendklub ist die Einladung ein weiterer Schritt nach der Teilnahme am Theatertreffen der Jugend der Berliner Festspiele. Dort gehörte „ANNE“ bereits zu den ausgewählten Inszenierungen des Jahres 2026.
Piccolo Theater setzt sich mit Anne Frank auseinander
Im Mittelpunkt der Cottbuser Produktion steht die Geschichte von Anne Frank. Das jüdische Mädchen versteckte sich während der nationalsozialistischen Besetzung der Niederlande mit seiner Familie in einem Hinterhaus an der Amsterdamer Prinsengracht. Dort hielt Anne über rund zwei Jahre ihre Erlebnisse, Gefühle und Gedanken in ihrem Tagebuch fest. Nach der Entdeckung des Verstecks verschleppten die Nationalsozialisten die Familie. Anne Frank starb im Februar 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren.
Mit dieser Geschichte beschäftigten sich die Mitglieder des Piccolo Jugendklubs bereits in der Spielzeit 2024/2025. Die damals 16- bis 20-Jährigen reisten unter anderem nach Amsterdam und besuchten das Anne-Frank-Haus. Darüber hinaus näherten sie sich dem historischen Stoff durch Recherchen und Schreibworkshops. Auch jüdische Perspektiven flossen nach Angaben des Theaters in den Erarbeitungsprozess ein.
Die Inszenierung folgt Annes Lebensgeschichte bis zu ihrem Tod. Dabei beschäftigt sich das Ensemble mit der Frage, wie historische Erinnerung über wiederkehrende Rituale hinausgehen und einen Bezug zur Gegenwart herstellen kann. Die Premiere fand am 26. April 2025 im Piccolo Theater Cottbus statt.
Bundestreffen bringt junge Theatergruppen zusammen
Das Bundestreffen Jugendclubs an Theatern bietet den eingeladenen Gruppen neben ihren Aufführungen auch Raum für fachlichen Austausch. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Theaterproduktionen junger Menschen sowie Anregungen für die weitere Arbeit der Jugendclubs. Die Teilnehmenden beschäftigen sich außerdem mit der Entwicklung des Jugendtheaters und der Frage, welche Traditionen erhalten bleiben sollen und welche Veränderungen künftig notwendig sind.
Das Festival findet seit 1990 jährlich an wechselnden Theatern statt. Eine Fachjury wählt dafür fünf Produktionen aus, die nach Einschätzung der Veranstalter beispielhaft für die Vielfalt und Qualität der Jugendclubarbeit stehen. Veranstalter ist der Bundesverband Theaterpädagogik e. V. (BuT). Die Förderung übernimmt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
AusbildungBewerbung bis 3.1.Ausbildung Verwaltungsfachangestellter (m/w/d)Landkreis Spree-Neiße · Forst (Lausitz)Zur Stelle →Alle 415 Stellen in Südbrandenburg →An der Produktion „ANNE“ wirken laut Pressemitteilung Laurenz Lorenz, Lina Patzelt, Lena Patzelt, Charlie Müller, Celina Siegfried, Frieda Becker, Maja Kuschnir, Hermine Jähne, Arian Wolff, Carl Ferdinand Thomas, Isabella Stutzmann, Weronika Muisalowska und Lamara Schröder mit. Matthias Heine verantwortet die Textfassung, die Schreibworkshops, die Spielleitung und die Dramaturgie. Die Tanzchoreografie stammt von Zaida Ballesteros-Parejo. Für Licht, Technik und Musik sind Konstantin Walter und Sven Mühlbach zuständig. Bühne und Kostüme gestalteten Veronica Silva-Klug und Matthias Heine. Weitere Informationen zum Festival und zum Programm gibt es beim Oldenburgischen Staatstheater sowie beim Bundesverband Theaterpädagogik.
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Red. / Presseinformation
Bild: Michael Helbig













