Das Jugendprojekt RevierUPGRADE 2.0 aus Cottbus und Halle (Saale) ist mit dem Preis Politische Bildung 2026 ausgezeichnet worden. BUNDjugend Brandenburg und das Unabhängige Institut für Umweltfragen beteiligen damit junge Menschen am Strukturwandel. Im November geht es in Cottbus-Sachsendorf mit Hochbeeten weiter.
Bundesausschuss zeichnet drei Projekte bundesweit aus
Den Preis Politische Bildung vergibt der Bundesausschuss Politische Bildung (bap) e.V. In diesem Jahr stand er unter dem Motto „Stimmen für morgen – Generationengerechtigkeit gestalten“. RevierUPGRADE 2.0 gehört zu drei Projekten, die bundesweit ausgezeichnet wurden. Das teilte der BUND Brandenburg mit.
Getragen wird RevierUPGRADE 2.0 von der BUNDjugend Brandenburg und dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU). Gefördert wird das Projekt über das KoMoNa-Programm des Bundesumweltministeriums.
Junge Menschen aus Cottbus und Halle im Strukturwandel
Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren in Cottbus und Halle (Saale). Beide Städte liegen fast 200 Kilometer auseinander. Sie liegen in Regionen, die über Jahrzehnte von der Braunkohle geprägt wurden und heute vor großen Veränderungen stehen. Die Teilnehmenden beschäftigen sich praktisch mit der Frage, wie die Lausitz und das Mitteldeutsche Revier in Zukunft lebenswerter werden können.
RevierUPGRADE 2.0 will vor allem junge Menschen erreichen, die sich bisher noch nicht intensiv mit Strukturwandel oder Klimaschutz beschäftigt haben. Es geht um Fragen aus ihrem Alltag: Wie soll der eigene Stadtteil künftig aussehen? Wie gerecht ist der Wandel? Was bedeutet der Klimawandel für das Wasser in der Lausitz? Und wie lässt sich selbst etwas verändern? In Workshops, auf Exkursionen und in weiteren Bildungsangeboten befasst sich das Projekt mit dem Strukturwandel und vor allem mit Wasser und Wassergerechtigkeit.
Unter dem Namen BUND Revierupgrade gehörte der Umweltverband bereits 2023 zu den Unterstützern der Jugendkonferenz im Strombad.
Hochbeete in Sachsendorf und Kartenworkshops ab 2027
Am 14. November will RevierUPGRADE 2.0 gemeinsam mit dem Stadtteilmanagement in Cottbus-Sachsendorf Hochbeete an der Schopenhauer Straße bepflanzen. 2027 folgen Kartenworkshops, in denen junge Menschen ihre Ideen und Wünsche für Sachsendorf einbringen können. Die Ergebnisse sollen auch in Beteiligungs- und Planungsprozesse einfließen. So sollen junge Cottbuserinnen und Cottbuser die künftige Entwicklung ihres Stadtteils mitgestalten können. Ansprechpartner für das Projekt ist Projektreferent Bastian Ascher von der BUNDjugend Brandenburg.
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