Die Lausitz Klinik Forst hat ein eigenes MRT. Am Mittwoch wurde das Gerät in einem tonnenschweren Container angeliefert, inklusive Untersuchungs- und Bedienraum. Patientinnen und Patienten bleiben damit künftig Fahrten zu MRT-Untersuchungen nach Cottbus, Spremberg oder Eisenhüttenstadt erspart. Mit voller Kapazität soll das Gerät allerdings erst im neuen Jahr laufen, weil noch Personal fehlt.
Ständig verfügbar, aber noch zu wenig Personal
Der Transport wurde zum Kraftakt. Der rund 13 Meter lange und 4 Meter breite Container musste zentimetergenau auf eine vorbereitete, exakt ebene Fläche am Krankenhaus gesetzt werden. Der erste Versuch scheiterte, weil eine Hausecke und eine alte Eiche um wenige Zentimeter im Weg waren. Forster Firmen halfen kurzfristig aus: Sie verlegten Findlinge, kofferten Rasen aus und befestigten die Strecke mit Schotter und Stahlplatten, um das Gesamtgewicht des Schwertransports von mehr als 60 Tonnen abzufangen. Statt der geplanten vier Stunden dauerte der Aufbau bis in den Abend. Sobald Strom, Netzwerk für die Bilddaten und Telefon angeschlossen sind, kann das MRT in Betrieb gehen.

„Viele Abteilungen im Haus und damit auch deren Patienten werden von der neuen Technik profitieren, gerade bei der Untersuchung von Wirbelsäule und Kopf, aber natürlich auch bei den häufigen Untersuchungen der Gelenke“, sagt Mathias Böttcher, neuer Chefarzt der Radiologie an den Krankenhäusern in Forst und Guben. Der große Vorteil sei die ständige Verfügbarkeit des Geräts. Mit voller Kraft könne man aber erst im neuen Jahr starten: „Wir benötigen zusätzliches Personal.“ Gesucht werden unter anderem medizinisch-technische Radiologieassistenten.
Für Geschäftsführer Andreas Mogwitz ist die Anschaffung „ein klares Signal des Verbundes Diakonissenhaus Teltow an den Standort Forst und die Region“.
Was ein MRT kann
Die Magnetresonanztomographie liefert detaillierte Bilder aus dem Körperinneren. Anders als beim Röntgen oder bei der Computertomographie arbeitet sie nicht mit Röntgenstrahlung, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen. Besonders gut lassen sich damit Weichteile darstellen, etwa Gehirn, Herz oder Bauchspeicheldrüse, aber auch Gelenke und Bänder.
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