Unterspreewald: Juli-Sperrung ist aufgehoben
Die Sperrung mehrerer Fließe im Unterspreewald vom 10. Juli 2026 ist aufgehoben. Das teilt das Brandenburger Infrastrukturministerium mit. Damals waren mehrere Gewässer und Gewässerabschnitte zusätzlich gesperrt worden. Dazu gehörten unter anderem der Dresslerstrom, der Krügerstrom, die Pfahlspree und der Schiwanstrom sowie Teile des Krausnicker Stroms, des Puhlstroms und der Wasserburger Spree.
Grund für die damalige Sperrung waren nach Angaben des Landesamtes für Bauen und Verkehr Sicherheitsprobleme entlang der Gewässer. Wegen eines starken Befalls mit Eichenprozessionsspinnern konnten notwendige Arbeiten an Bäumen und Gehölzen zeitweise nicht durchgeführt werden. Die zusätzliche Sperrung vom Juli ist nun beendet. Das Landesamt für Bauen und Verkehr informiert online über die aktuell geltenden Sperrungen und Einschränkungen.
Trotz der Freigabe sind nicht automatisch alle Fließe wieder ohne Einschränkungen befahrbar. Einige Sperrungen bestehen unabhängig von der Juli-Anordnung weiter. So bleibt etwa der Dresslerstrom zwischen Puhlstrom und Wasserburger Spree bis auf Widerruf voll gesperrt. Für diesen Bereich nennt das Land eine nördliche und eine südliche Umfahrung.
Lehder Graben in Lübbenau ab Montag gesperrt
Ab Montag, 17. August, kommt eine weitere Vollsperrung hinzu. Betroffen ist der Lehder Graben in Lübbenau zwischen der Ausfahrt des Ruhehafens und der Spree im Bereich der Stufenbrücke. Dort wird die Stufenbrücke am Großen Spreewaldhafen neu gebaut. Die Sperrung soll bis zum 4. Dezember dauern. Eine Umfahrung ist laut Land über Lehder Graben, Südumfluter und Spree möglich.
Bereits seit dem 10. August ist der Bürgergraben zwischen Burg-Lübbener-Kanal und Rollkanal vollständig gesperrt. Dort finden Holzeinschlagsarbeiten statt. Die Sperrung soll bis zum 30. Oktober gelten. Für diesen Abschnitt gibt es nach Angaben des Landes keine Umfahrung. Außerdem soll nicht in den Luggraben eingefahren werden.
Weitere Sperrungen im Spreewald bleiben bestehen
Auch im Raum Leipe gibt es derzeit gesperrte Bereiche. Am Ersten Freiheitskanal laufen bis zum 30. September Entschlammungsarbeiten. Dabei werden die einzelnen Abschnitte nacheinander gesperrt. Deshalb sollen die Schilder und Hinweise vor Ort beachtet werden.
Mittelkanal und Weidenfließ zwischen Weidengraben und Burg-Lübbener-Kanal bleiben ebenfalls voll gesperrt. Grund ist der Neubau des Wehrs 38. Die Sperrung soll bis zum 30. Oktober dauern. Das Land nennt dafür sowohl eine nördliche als auch eine südliche Umfahrung.
Im Unterspreewald bleibt außerdem die Spree im Bereich der Schleuse Schlepziger Mühle gesperrt. Die Schleuse ist defekt. Eine östliche und eine westliche Umfahrung sind laut Übersicht möglich.
Weitere Sperrungen und Einschränkungen bestehen unter anderem am Stillen Fließ in Burg, am Großen Fließ und am Südumfluter. Auch die Kalkofenschleuse am Wehr 119 im Burg-Lübbener-Kanal bleibt gesperrt. Kähne können dort nicht passieren, Paddelboote können nach Angaben des Landes umgetragen werden. An der Eisenbahnbrücke bei Hartmannsdorf ist außerdem das rechte Brückenjoch in Fließrichtung gesperrt. Das linke Brückenjoch kann weiterhin genutzt werden.
Niedrigwasser kann Schifffahrt weiter einschränken
Zusätzlich zu den festen Sperrungen kann das aktuelle Niedrigwasser die Schifffahrt erschweren. Das Infrastrukturministerium bittet deshalb darum, unnötige Schleusenvorgänge zu vermeiden.
Im Oberspreewald laufen außerdem zwischen Burg und der Unteren Ragower Kahnfahrt bis zum 30. Oktober Krautungsarbeiten. Dadurch kann es kurzfristig zu weiteren Sperrungen kommen. Betroffen sind Bereiche in den Landkreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Dahme-Spreewald. Gesperrte Abschnitte dürfen erst nach einer Freigabe durch die Verantwortlichen vor Ort passiert werden.
Auch im Unterspreewald können im Bereich des Forstreviers Buchenhain wegen Baumfällarbeiten kurzfristige Sperrungen auftreten. Das Land verweist deshalb auf die Schifffahrtszeichen und Hinweise vor Ort. Darüber hinaus sind im Biosphärenreservat Spreewald weitere Fließe aus naturschutz-, verkehrs- oder wasserrechtlichen Gründen für den Schiffsverkehr gesperrt.
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Red. / Presseinformation




