Bei einem Auffahrunfall auf der A15 bei Cottbus ist am Mittwochabend ein Mensch gestorben. Ein Lkw fuhr gegen 20 Uhr auf das Ende eines Staus auf, der sich zuvor wegen eines brennenden Autotransporters gebildet hatte. Das teilt die Stadt Cottbus mit. Zwei weitere Menschen wurden verletzt.
Lkw fährt auf das Stauende auf
Der Unfall ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Cottbus-Süd und Cottbus-West. Beide Insassen des auffahrenden Lkw wurden im Fahrerhaus eingeklemmt. Für den Beifahrer kam nach Angaben der Stadt jede Hilfe zu spät, er verstarb noch an der Unfallstelle.
Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen, der Fahrer des stehenden Lkw wurde leicht verletzt. Beide kamen in ein Krankenhaus.

Zwei Rettungshubschrauber im Einsatz
An der Rettungsaktion waren 32 Einsatzkräfte der Feuerwehr Cottbus beteiligt, dazu acht Mitarbeiter des Rettungsdienstes aus Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße sowie die beiden Rettungshubschrauber aus Senftenberg.
Autotransporter mit acht Elektroautos brannte
Ausgangspunkt war ein Brand, zu dem die Feuerwehr gegen 16:45 Uhr in Fahrtrichtung Vetschau gerufen wurde. Bereits auf der Anfahrt war eine schwarze Rauchsäule weithin sichtbar. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand ein Autotransporter in Vollbrand – beladen mit acht batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen.
Über den Brand und die Vollsperrung haben wir am Mittwochabend berichtet.
Böschungsbrand band zusätzliche Kräfte
Kurz vor der eigentlichen Einsatzstelle kam zudem ein Böschungsbrand von rund 500 Quadratmetern hinzu. Die Einsatzkräfte mussten sich daraufhin teilen, um beide Brände gleichzeitig zu bekämpfen.
Wegen der hohen Brandintensität und des großen Wasserbedarfs forderte die Einsatzleitung weitere Tanklöschfahrzeuge aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz nach.

69.000 Liter Wasser und sechs Stunden Arbeit
Insgesamt 69.000 Liter Löschwasser waren nötig, bis der Brand nach etwa sechs Stunden gelöscht war. Im Einsatz waren dabei 49 Kräfte der Feuerwehren aus Cottbus, Kolkwitz, Vetschau und Calau.
Weil so viele Cottbuser Einsatzkräfte gebunden waren, versetzte die Stadt die verbliebenen Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet in Alarmbereitschaft, um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen.
Autobahn bleibt zunächst gesperrt
Die A15 bleibt bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten in Fahrtrichtung Vetschau voll gesperrt. Wann die Strecke wieder frei ist, teilte die Stadt nicht mit.
Dank des koordinierten Zusammenwirkens von Feuerwehr, Rettungsdienst und Leitstelle Lausitz hätten sich beide Einsatzstellen sicher abarbeiten lassen, heißt es in der Mitteilung.
© Fotos: Stadt Cottbus, privat
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