Mobilitätsdienst in Cottbus begleitet bis zum Ziel
Der Mobilitätsdienst der Malteser Hilfsdienst gGmbH ergänzt seit dem 1. Juli 2026 das soziale Angebot in Cottbus. Nach Angaben der Stadt soll er Pflegebedürftige sowie Seniorinnen und Senioren dabei unterstützen, im Alltag mobil zu bleiben. Dabei geht das Angebot über die reine Beförderung hinaus. Im Mittelpunkt steht laut Stadt die persönliche Begleitung. Das geschulte Personal holt die Nutzerinnen und Nutzer direkt in ihrer Wohnung ab und begleitet sie zum jeweiligen Ziel. Auf Wunsch bleibt die Begleitung während des gesamten Ausflugs oder Termins bestehen. Anschließend bringt der Mobilitätsdienst die Nutzerinnen und Nutzer wieder nach Hause.
Als mögliche Ziele nennt die Stadt unter anderem Arztbesuche, Behördengänge und Einkaufsfahrten. Auch die Teilnahme an kulturellen und sozialen Veranstaltungen kann mit dem Angebot ermöglicht werden. Der Dienst soll damit dazu beitragen, die Selbstständigkeit der Betroffenen möglichst lange zu erhalten und ihre aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu unterstützen.
Befragung in Cottbus zeigte Bedarf bei Mobilität
Grundlage für die Einführung des neuen Angebotes war nach Angaben der Stadt eine umfassende Befragung pflegender Angehöriger in Cottbus. Die Rückmeldungen hätten einen Bedarf beim Thema Mobilität gezeigt. Um darauf zu reagieren, vergab die Stadt die entsprechende Leistung im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens an die Malteser Hilfsdienst gGmbH. Die Stadt sieht den wesentlichen Unterschied zu einer reinen Beförderungsleistung in der persönlichen Begleitung. Demnach können alltägliche Wege bereits vor oder nach der eigentlichen Fahrt mit Schwierigkeiten verbunden sein. In der Pressemitteilung nennt die Stadt beispielsweise das Treppensteigen und die Orientierung vor Ort. Auch der Wunsch nach einer vertrauten Ansprechperson könne eine Rolle spielen. Genau an diesen Punkten soll der Mobilitätsdienst in Cottbus ansetzen. Das Angebot verbindet die Fahrt deshalb mit Unterstützung auf dem gesamten Weg. Je nach Bedarf kann die Begleitung bereits in der Wohnung beginnen und bis zum Abschluss eines Termins oder Ausflugs dauern.
Diese Menschen können den Mobilitätsdienst nutzen
Das Angebot richtet sich laut Stadt an Cottbuser Bürgerinnen und Bürger mit einem anerkannten Pflegegrad nach dem Sozialgesetzbuch XI. Darüber hinaus können Menschen angesprochen werden, die von Pflegebedürftigkeit bedroht sind. Dazu zählt die Stadt Personen über 75 Jahre sowie Menschen mit Demenz oder multimorbiden Erkrankungen. Auch pflegende An- und Zugehörige, die im Alltag Entlastung suchen, gehören zur Zielgruppe des Mobilitätsdienstes. Das Hauptziel besteht nach Angaben der Stadt darin, die Selbstständigkeit der Betroffenen so lange wie möglich zu erhalten. Gleichzeitig soll ihnen weiterhin eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.
Landesprogramm unterstützt Angebot in Cottbus
Ermöglicht wird der Mobilitätsdienst nach Angaben der Stadt durch das Förderprogramm des Landes Brandenburg „Pflege vor Ort“. Das Programm unterstützt Kommunen dabei, pflegepräventive Strukturen auf- und auszubauen. Ziel ist es laut Pressemitteilung, Pflegebedürftigkeit nach Möglichkeit zu vermeiden oder hinauszuzögern sowie das Verbleiben im gewohnten häuslichen Umfeld zu stärken. Für die Nutzung des Mobilitätsdienstes wird zusätzlich ein Eigenbeitrag von fünf Euro pro Fahrt erhoben. Nach Angaben der Stadt soll dieser Beitrag dabei helfen, das Begleitangebot nachhaltig und tragfähig im Cottbuser Stadtgebiet zu etablieren.
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Red. / Presseinformation




