Im Besucherzentrum im Ostdeutschen Rosengarten Forst (Lausitz) wird derzeit seit 10.07. bis 30.09.2016 die Ausstellung „Lausitzer Weinbau“ präsentiert.
Der Lausitzer Weinbau kann auf eine 700-jährige Tradition zurückblicken. Infolge der Reblausplage im 17. Jahrhundert und der Industrialisierung im 19. Jahrhundert verlor jedoch die Weinkultur in der Region an Bedeutung. Heute ist dieser Teil der Geschichte der Lausitz weitgehend in Vergessenheit geraten. Nach den politischen Umbrüchen der 1990er Jahre wurde diese abgebaggerte Geschichte des Lausitzer Weins wiederentdeckt.
Mit der Ausstellung bietet das Institut für Neue Industriekultur an, die Lausitzer Weinregion (neu) zu entdecken. Manchmal augenzwinkernd, zweifellos voll Überraschung, führt die Geschichte, die von beeindruckenden Porträts des Berliner Fotografen Lorenz Kienzle umrahmt wird, durch die Weinhänge auf beiden Seiten der Neiße. Dabei dokumentiert die Ausstellung keine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema des Weinbaus in der Lausitz, sondern präsentiert ausgewählte Eindrücke von der wieder entstehenden Lausitzer Weinlandschaft.
Der Förderverein „Niederlausitzer Weinbau“ beleuchtet mit weiteren Ausstellungsbeiträgen die Weinbautradition im südlichen Brandenburg und gibt einen Überblick über deren Wiederbelebung.
Ergänzt werden diese beiden Ausstellungsteile durch Leihgaben der Familie Bauer aus dem Forster Ortsteil Sacro, die über ein Jahrhundert Obstweine gekeltert hat.
Die Ausstellung des INIK wurde gefördert durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg und von Vattenfall Europe Mining & Generation.
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pm/red
Foto: Helmut Fleischhauer




