Niederlausitz Sonntag, 12 Juli 2020 von Redaktion

Komet NEOWISE über der Lausitz zu sehen

Komet NEOWISE über der Lausitz zu sehen

Die lauen Nächte in der Lausitz können derzeit für eine Kometenbeobachtung genutzt werden. Ob Cottbus, Senftenberg, Forst, Guben, Lübbenau, Spremberg, Herzberg, Elsterwerda oder Finsterwalde, Komet C/2020 F3, auch Neowise genannt ist mit bloßem Auge, besser noch mit einem Fernglas oder einem Teleskop zu sehen. Er zieht einen langen Schweif hinter sich her, der bei klaren Nächten gut zu erkennen ist. Er wurde erst im März 2020 entdeckt und kann nun flach über dem Horizont kurz nach Mitternacht in Richtung Nordwest und später in Richtung Nordost beobachtet werden, im weiteren Juli und August auch höher. Die naheste Annäherung an die Sonne hat er hinter sich, nun kommt er der Erde näher, wird dabei zwar größer aber lichtschwächer. Dennoch sollte er noch ein paar Wochen gut zu sehen sein. 

Erst im März durch Weltraumteleskop entdeckt

Der langperiodische Komet C/2020 F3 (NEOWISE) wurde am 27. März 2020 durch das Weltraumteleskop WISE entdeckt. Er durchlief sein Perihel (sonnennächsten Punkt) am 3. Juli 2020 und ist mit bloßem Auge zunächst am Morgenhimmel, ab 11. Juli 2020 am Abendhimmel zu sehen. Die größte Erdnähe wird am 23. Juli 2020 mit 0,69 AU, also etwa103 Millionen km erreicht. 1 AU (Distanz von Erde zu Sonne =  etwa150 Millionen Kilometer).

Im sonnennächsten Punkt (Perihel), den der Komet am 3. Juli 2020 durchlaufen hat, war er etwa 44,1 Mio. km von der Sonne entfernt und befand sich im Bereich zwischen den Umlaufbahnen von Merkur und Venus. Am 12. Juli zieht er in etwa 58,5 Mio. km Abstand am Merkur und am 14. Juli in etwa 86,1 Mio. km an der Venus vorbei. Am 16. Juli passiert er in etwa 174,4 Mio. km Abstand den Mars und am 23. Juli erreicht er mit etwa 0,69 AE/103,5 Mio. km die größte Annäherung an die Erde.

Wie findet man Komet NEOWISE

Orientieren kann man sich bei der Suche nach NEOWISE am Großen Wagen (Ursa Major). Rechts der zwei Frontsterne findet man den Kometen. Zur Beobachtung reicht das bloße Auge, wer mehr erkennen will nutzt ein Fernglas, Spiegelgereflexkamera oder ein Teleskop.

Foto: René Reifenberger

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