Ein Stück Geschichte findet zurück an seinen angestammten Platz: Am Samstag, 10. Oktober, um 14.30 Uhr wird im Pergolenhof des Ostdeutschen Rosengartens in Forst die rekonstruierte Skulptur „Wassernixe“ feierlich enthüllt. Bürgermeisterin Simone Taubenek und die Forster Rosenkönigin Stefanie III. präsentieren die Figur gemeinsam der Öffentlichkeit. Die Enthüllung ist ein Höhepunkt des 5. deutsch-polnischen Parkseminars.
Rekonstruktion nach wenigen historischen Fotos
Die „Wassernixe“ – in historischen Quellen auch „Nymphe“ oder „Mädchen mit Frosch“ genannt – entstand im Vorfeld der Rosen- und Gartenbauausstellung von 1913. Sie stammt wie das „Mädchen mit Wasserkrug“ aus der Hand des Cottbuser Bildhauers Walter Adler und gehörte zur ursprünglichen künstlerischen Ausstattung des Pergolenhofes. Während das „Mädchen mit Wasserkrug“ bereits zum 110-jährigen Jubiläum des Rosengartens an seinen historischen Standort zurückkehrte, galt die „Wassernixe“ lange als verschollen – der letzte bekannte fotografische Nachweis stammt aus dem Jahr 1971.
Weil weder Teile der ursprünglichen Figur noch Gussformen erhalten geblieben waren, musste die „Wassernixe“ allein anhand weniger historischer Fotografien rekonstruiert werden – zunächst als Tonmodell, dann in einem speziellen Betongussverfahren. Umgesetzt wurde die Arbeit, wie schon beim „Mädchen mit Wasserkrug“, von der Firma Stuckhaus Scherf und Ritter aus dem sächsischen Waldenburg. Möglich wurde die Rückkehr der Figur durch eine private Spende.
Neues Umfeld für die Skulptur
Auch das unmittelbare Umfeld der „Wassernixe“ bekommt ein neues Gesicht. Im Rahmen des Parkseminars gestalten zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer die Beete rund um die Skulptur neu: Rund 130 Rhododendren und hunderte Waldsteinien-Stauden sollen ausgepflanzt werden und der historischen Frauenfigur künftig einen passenden Rahmen geben. Vis-à-vis zum „Mädchen mit Wasserkrug“ nimmt die „Wassernixe“ damit wieder jenen Platz ein, den sie vor mehr als 110 Jahren bereits innehatte.
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Red.













