Die Löhne in Brandenburg sind seit 2022 um rund 19 Prozent gestiegen, stärker als in Ost- und Westdeutschland. Das geht aus dem aktuellen IAB-Betriebspanel hervor, das das Arbeitsministerium veröffentlicht hat. Auch die Zahl der Beschäftigten wuchs, und Betriebe konnten mehr offene Stellen besetzen.
Was das IAB-Betriebspanel für Brandenburg zeigt
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit befragt seit 1996 jedes Jahr Arbeitgeber zur Entwicklung ihrer Betriebe und Beschäftigten. Für die 30. Ausgabe des IAB-Betriebspanels gaben in der zweiten Jahreshälfte 2025 rund 1.100 Betriebe aus Brandenburg Auskunft.
Zwischen Mitte 2024 und Mitte 2025 stieg die Zahl der Beschäftigten demnach um knapp zwei Prozent. Besonders stark wuchsen junge Unternehmen: In Betrieben, die höchstens fünf Jahre alt sind, nahm die Beschäftigung innerhalb eines Jahres um rund acht Prozent zu.
Abstand zu den westdeutschen Löhnen schrumpft
Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst lag im Juni 2025 bei rund 3.660 Euro je Vollzeitstelle. Seit 2022 sind die Löhne in Brandenburg laut Ministerium um rund 19 Prozent gestiegen. Der Abstand zum westdeutschen Lohnniveau verringerte sich dadurch von 13 auf neun Prozent. „Die Beschäftigung wächst, die Löhne holen weiter auf“, sagte Arbeitsstaatssekretärin Dr. Friederike Haase.
Mehr Fachkräfte- und Ausbildungsstellen besetzt
Betriebe in Brandenburg konnten zuletzt mehr offene Fachkräftestellen besetzen. Der Anteil der Stellen, die frei blieben, sank innerhalb eines Jahres von 44 auf 34 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Auch der Anteil der Betriebe mit unbesetzten Fachkräftestellen ging das dritte Jahr in Folge zurück. Das Ministerium verbindet das mit der schwachen Konjunktur, die Entwicklung sei in Ost- und Westdeutschland gleichermaßen zu beobachten.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Beim Nachwuchs sieht es ähnlich aus. 45 Prozent der Betriebe waren 2025 berechtigt auszubilden, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Hälfte davon bildete tatsächlich aus. Unbesetzt blieben 34 Prozent der Ausbildungsplätze, so wenige wie seit dem Ausbildungsjahr 2015/2016 nicht mehr. 77 Prozent der Absolventen blieben nach der Ausbildung in ihrem Betrieb.
Jeder fünfte Betrieb nutzt Künstliche Intelligenz
Im Geschäftsjahr 2024 investierten 43 Prozent der Betriebe, im Schnitt rund 7.900 Euro je Vollzeitstelle. Das liegt über dem ostdeutschen Vergleichswert. 42 Prozent der Betriebe führten Neuerungen ein, 22 Prozent nutzen bereits Künstliche Intelligenz, weitere acht Prozent planen es. Nachholbedarf sieht das Ministerium bei der Weiterbildung in den Betrieben, um den künftigen Personalbedarf zu decken. Der vollständige Bericht zum IAB-Betriebspanel steht auf der Internetseite des Ministeriums.
Weitere aktuelle Meldungen aus der Region
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Uns bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Wer etwas googelt, bekommt neben den normalen Treffern eine Box mit aktuellen
Nachrichten. Legen Sie NIEDERLAUSITZ aktuell als bevorzugte Quelle fest,
erscheinen unsere Beiträge dort häufiger für Sie – und in den KI-Übersichten
von Google. Ein Klick genügt, danach sind Sie sofort wieder hier.
Falls der Knopf nicht angezeigt wird: niederlausitz-aktuell.de bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Red. / Presseinformation




























