In einer Obdachlosenunterkunft in Calau ist am Sonntagabend ein neugeborenes Kind getötet worden. Unter Tatverdacht steht die 39-jährige Mutter des Kindes, wie die Staatsanwaltschaft Cottbus gegenüber brandenburg.media bestätigte. Die Frau soll das Kind kurz zuvor zur Welt gebracht haben und wurde noch am selben Tag festgenommen. Gegen sie wird wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt, sie befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags
Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend, dem 1. November, in einer Obdachlosenunterkunft in Calau. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Cottbus soll die 39-Jährige ihr Kind kurz zuvor entbunden haben. Anschließend soll das Neugeborene getötet worden sein.
Die Frau wurde noch am selben Tag festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Cottbus einen Haftbefehl. Die Beschuldigte befindet sich inzwischen in der Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben in Untersuchungshaft.
Wie brandenburg.media berichtet, waren am Mittwoch zudem Kriminaltechniker der Polizei an der Unterkunft im Einsatz. Dabei wurden Nebengebäude auf dem Gelände untersucht und der Hof fotografisch dokumentiert. Auch Mülltonnen waren Bestandteil der Spurensicherung.
Hintergründe der Tat noch unklar
Zu einem möglichen Motiv und den genauen Umständen machte die Staatsanwaltschaft aufgrund der laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben.
Für die Beschuldigte gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Das Hilfetelefon „Schwangere in Not“ ist unter der Telefonnummer 0800 40 40 020 rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar.
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