In Lauchhammer-Mitte und Lauchhammer-Ost ist am Mittwochmorgen das Trinkwasser ausgefallen. Betroffen waren zahlreiche Haushalte, mehrere Unternehmen, eine Kita und das Krankenhaus. Hintergrund sind Arbeiten des Wasserverbandes Lausitz an der Hauptleitung. Inzwischen fließt das Wasser wieder.
Wasserdruck fällt bei Netzumstellung auf 0,8 bar
Gegen 7 Uhr kam nach Angaben von brandenburg.media in mehreren Haushalten kein Wasser mehr aus der Leitung. Der Druck im Netz sei von rund 4,5 bar auf 0,8 bar gefallen. Auch mehrere Unternehmen und eine Kindertagesstätte hatten zeitweise kein Trinkwasser. Das Krankenhaus in Lauchhammer-Ost war ebenfalls betroffen, verfügte nach bisherigen Informationen aber über ausreichende Vorräte, sodass dort nur mit kleineren Einschränkungen zu rechnen war. Inzwischen haben Mitarbeiter des Versorgers die Störung behoben, das Trinkwasser fließt wieder.
Wasserverband hatte Arbeiten an der Hauptleitung angekündigt
Die WAL Betriebsführungs GmbH hatte in einer Kundeninformation eine Netzumstellung an der Trinkwasserhauptleitung für die obere Druckzone in Lauchhammer angekündigt. Grund ist eine geplante Investition: Für den Umbau der Einspeiseknoten und die Einbindung neuer Leitungen muss das Netz umgestellt werden. Betroffen sind laut dem Schreiben die gesamten Ortslagen von Lauchhammer-Mitte und Lauchhammer-Ost, und zwar am heutigen Mittwoch von 8 bis 18 Uhr.
Der Verband weist darin auf mögliche Trübungen hin. Abgelöste Eisenhydroxid-Partikel könnten das Wasser braun färben, gesundheitliche Gefahren gingen davon nicht aus. Geräte wie Waschmaschinen, Warmwasserboiler oder Geschirrspüler sollten erst wieder laufen, wenn klares Wasser kommt. Bürger und Firmen werden gebeten, sich für den Zeitraum im erforderlichen Maß mit Trinkwasser zu bevorraten und nach dem Ende der Arbeiten selbst auf eine Klarspülung zu achten. Einen vollständigen Ausfall der Versorgung kündigt das Schreiben nicht ausdrücklich an. Zudem begann der Ausfall bereits vor dem genannten Zeitraum.
Kritik an der Information der Anwohner in Lauchhammer
Die Kundeninformation stand nach Angaben von brandenburg.media nur auf der Internetseite des Wasserverbandes, eine direkte Benachrichtigung der Haushalte etwa per Post habe es offenbar nicht gegeben. Der Bürgermeister von Lauchhammer sei informiert worden. Er wolle sich um die Angelegenheit kümmern und der Frage nachgehen, warum die Betroffenen nicht rechtzeitig und unmittelbar über den Ausfall informiert wurden. Warum der Druck so stark abfiel, ist bislang offen. Für Rückfragen nennt der Verband in seiner Kundeninformation die Rufnummer 03573 803-0.
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