Im Görlitzer Tierpark haben zwei Rote Pandas das Licht der Welt erblickt. Die Zwillinge, ein Bruder-Schwester-Duo, sind der fünfte Wurf von Panda-Weibchen Zayah und erhöhen die Zahl der seit 1997 in Görlitz geborenen Jungtiere auf insgesamt 27. Nach dem Tod der beiden im vergangenen Jahr geborenen Jungtiere hat der Tierpark zusätzliche Schutzmaßnahmen umgesetzt, damit der aktuelle Nachwuchs bis zur Futterfestigkeit keinen Zugang zu den potenziell giftigen Nadeln einer Eibe im Gehege erhält. Besucher können die Entwicklung der beiden Jungtiere über einen Bildschirm am Gehege live verfolgen, ohne die Tiere während der sensiblen Aufzuchtphase zu stören.
Rote-Panda-Zwillinge erweitern Görlitzer Zucht
Der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec freut sich über Zwillingsnachwuchs bei den Roten Pandas. Nach Angaben des Tierparks brachte Weibchen Zayah zwei Jungtiere zur Welt. Es handelt sich um ein männliches und ein weibliches Tier.
Zayah lebt seit 2021 in Görlitz. Sie kam damals aus dem niederländischen Alphen aan den Rijn in den Tierpark. Die aktuellen Rote-Panda-Zwillinge Görlitz sind bereits ihr fünfter Wurf.
Der Görlitzer Tierpark hält Rote Pandas seit 1997 und beteiligt sich am Europäischen Ex-situ-Zuchtprogramm. Mit den beiden Neuzugängen wurden inzwischen insgesamt 27 Jungtiere dieser Art in Görlitz geboren. Der Tierpark will damit einen Beitrag zum Erhalt der stark gefährdeten Tiere leisten.
Tierpark verweist auf Gefahren für Rote Pandas
In ihrem natürlichen Lebensraum sind Rote Pandas verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Dazu zählen laut Tierpark die Zerstörung ihrer Lebensräume, Wilderei und der illegale Handel mit Tieren. Außerdem können Krankheiten wie Staupe die Bestände belasten. Die Krankheit kann durch Haushunde übertragen werden.
„Umso wichtiger ist unser Engagement im Artenschutz vor Ort und in der Erhaltungszucht hier im Tierpark“, erklärt Kuratorin Catrin Hammer in der Pressemitteilung. Die Tiere stammen ursprünglich aus den alpinen Bergwäldern Zentralasiens.
Der aktuelle Nachwuchs hat für das Team eine besondere Bedeutung. Im Jahr 2025 hatte der Tierpark ebenfalls zwei Jungtiere betreut. Beide Tiere konnten trotz intensiver Bemühungen jedoch nicht gerettet werden.
Erfahrungen führen zu neuen Schutzmaßnahmen
Das weibliche Jungtier aus dem vergangenen Jahr starb im Alter von fünf Monaten. Zuvor hatte es sich vier Wochen lang in Behandlung befunden. Als Ursache nennt der Tierpark die Folgen einer Virusinfektion.
Bei dem männlichen Jungtier deutet nach Angaben des Tierparks alles auf eine Vergiftung durch Eibennadeln hin. Die Eibe dient den Roten Pandas bereits seit Jahrzehnten als Kletterbaum und wird von den Tieren gern genutzt.
Aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres hat der Tierpark Konsequenzen gezogen. Derzeit setzt das Team umfassende Präventionsmaßnahmen um. Die Jungtiere sollen bis zur Futterfestigkeit keinen Zugang zur Eibe erhalten. Dadurch will der Tierpark mögliche Risiken für den aktuellen Nachwuchs ausschließen.
Livebild zeigt Panda-Kinderstube am Gehege
Besucherinnen und Besucher können die Entwicklung der Panda-Zwillinge direkt am Gehege verfolgen. Dort zeigt ein Bildschirm Livebilder aus der Kinderstube der beiden Jungtiere.
Auf diese Weise ermöglicht der Tierpark Einblicke in die Aufzucht, ohne das Bruder-Schwester-Duo und das Muttertier während dieser sensiblen Phase zu stören. Die Rote-Panda-Zwillinge Görlitz lassen sich damit beobachten, obwohl sie sich noch in der geschützten Kinderstube befinden.
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Red. / Presseinformation




