Der Skaterplatz in der Vetschauer Neustadt hat den Berlin-Brandenburgischen Landschaftsarchitektur-Preis 2026 gewonnen. Ausgezeichnet wurde nicht allein das Ergebnis, sondern der Weg dorthin: Vetschauer haben die Anlage mitgeplant und anschließend selbst mitgebaut.
Ausgezeichnet in der Kategorie Kollaborationen
Die Preisverleihung fand am 27. August in Berlin statt, die Kategorie heißt „Kollaborationen“. Neben Vetschau kam nur ein weiteres ausgezeichnetes Projekt aus dem ländlichen Raum: Angermünde in der Uckermark. Entstanden ist der Platz im Rahmen des Projekts PartizipNatur der SPREEAKADEMIE.
Aus einer stark von Beton geprägten Fläche rund um den Skaterplatz ist nach Angaben des Trägers ein grüner Treffpunkt für Bewegung, Spiel und Begegnung geworden.
Von der Online-Umfrage zur Mitmachbaustelle
Der Prozess begann im Mai 2025 mit einem Aktionstag zum Tag der Nachbarschaft. In den Monaten darauf sammelte die SPREEAKADEMIE gemeinsam mit der Stadt Vetschau, der Wohnungsbaugesellschaft WIS und dem Planungsbüro Mensch & Natur Ideen aus dem Stadtteil – in Gesprächen, Workshops und einer Online-Umfrage.
Im Oktober 2025 standen erste Entwürfe auf dem Skaterplatz zur Diskussion, Ende November zeigte das Projektteam auf der Vetschauer Schlossweihnacht die Umsetzungsplanung. Von Februar bis Juni 2026 wurde die Fläche dann zur Mitmachbaustelle: Fachfirmen übernahmen, was Technik und Fachwissen verlangte, Anwohnerinnen und Anwohner pflanzten und bauten mit.
„Dieser Preis gehört den Vetschauern“
„Dieser Preis gehört den Vetschauerinnen und Vetschauern“, sagt Sebastian Zoepp, Geschäftsführer der SPREEAKADEMIE. „Viele Menschen haben uns vertraut und sich auf einen Prozess eingelassen, bei dem am Anfang noch nicht jedes Detail feststand. Sie haben nicht nur ihre Meinung gesagt, sondern mitgedacht, mitdiskutiert und selbst mit angepackt.“
Zur Preisverleihung nach Berlin gefahren waren auch eine Vetschauerin und ihr Sohn, die über Monate bei den Mitmachaktionen dabei waren.
Laudator spricht von einem Reallabor
Die Laudatio hielt Professor Klaus Overmeyer. „Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe erzeugte nicht nur räumliche Qualität, sondern Identifikation und Verantwortungsgefühl“, sagte er. Vetschau bezeichnete er als Reallabor dafür, wie Landschaftsarchitektur im ländlichen Raum wirken kann. Entscheidend sei der Mut, „Menschen machen zu lassen“.
VollzeitSchichtleiter (m/w/d) – Nachwuchsführungskraft im VerteilzentrumAmazon Verteilzentrum Cottbus · CottbusZur Stelle →Alle 404 Stellen in Südbrandenburg →Gewürdigt hat die Jury auch den sparsamen Umgang mit Material: wiederverwendete Baustoffe, naturnahe Strukturen und eine Gestaltung, die sich weiterentwickeln lässt. Ein abgeschlossenes Produkt soll der Skaterplatz ausdrücklich nicht sein.
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Red. / Presseinformation
Fotos: SPREEAKADEMIE
















