In der Seesporthalle Großkoschen ist am Samstag der fünfte Weltcup der Radball-Saison ausgetragen worden. Das Heimteam des RSV Großkoschen stand zweimal kurz vor einer Medaille – und ging am Ende doch als Vierter vom Parkett.
Acht Teams aus sechs Ländern am Start
Der UCI Cycle-ball World Cup, die Weltcup-Serie im Radball, macht in dieser Saison an sieben Orten Station. Großkoschen war die fünfte Qualifikationsrunde. Acht Mannschaften traten an, die Startliste reichte von Österreich und der Schweiz über Tschechien und Frankreich bis in die Slowakei. Los ging es am Samstagnachmittag um 14 Uhr.
Für den Gastgeber standen zwei Duos auf der Bahn. Im Mittelpunkt: Tim und Eric Lehmann, die als RSV Großkoschen 1 in die Gruppe B gelost worden waren.
Zwölf Tore gegen Chodsko in der Vorrunde
Der Auftakt gelang. Gegen den RV Sulz 2 gewannen die Brüder nach Vereinsangaben mit 4:1, anschließend führten sie den SK Chodsko mit 12:1 vor. Im letzten Gruppenspiel setzte es dann eine 4:7-Niederlage gegen den RS Altdorf 1 aus der Schweiz.
Das reichte als Gruppenzweiter für das Halbfinale. Der Verein spricht von einem „wahren Offensivfeuerwerk“ im zweiten Spiel.
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Halbfinal-Krimi gegen Dornbirn endet 5:6
Im Halbfinale wartete der RV Dornbirn aus Vorarlberg, das Favoritenteam des Turniers. Die Partie blieb bis zur letzten Sekunde offen und endete 5:6 aus Großkoschener Sicht – ein Tor fehlte zum Finale.
Auch im Spiel um Platz drei fehlten zwei Tore
Im kleinen Finale gegen den VCE Dorlisheim 1 aus Frankreich lief es ähnlich knapp. Nach einem, wie es beim Verein heißt, intensiven Schlagabtausch stand ein 4:6. „Ein hervorragender 4. Platz in diesem hochbesetzten Teilnehmerfeld verdient allergrößten Respekt“, schreibt der RSV zum Abschneiden seiner Mannschaft.
Dornbirn gewinnt vor Altdorf und Dorlisheim
Den Weltcup in Großkoschen gewann der RV Dornbirn mit Patrick Schnetzer und Markus Bröll. Zweiter wurde der RS Altdorf 1 mit Yannick und Timon Fröhlich, Dritter der VCE Dorlisheim 1 mit Mathias und Quentin Seyfried. Damit standen in Großkoschen Teams aus drei Ländern auf dem Podest. Im Finale setzte sich Dornbirn mit 8:4 gegen Altdorf durch und nahm den Siegerpokal mit nach Österreich.
Die Zweite gewinnt das Spiel um Platz sieben
Auch das zweite Heimteam war dabei. Norman Tuppatsch und Tobias Kolba spielten als RSV Großkoschen 2 in der Gruppe A und erwischten mit einem 3:11 gegen Dornbirn einen schweren Auftakt. Danach holten sie dem VCE Dorlisheim 1 ein 3:3 ab, gegen den SC Svitavka fehlte beim 5:6 nach Vereinsangaben „das Quäntchen Glück“.
Im Platzierungsspiel ging es dann auf: Gegen den SK Chodsko gewann Großkoschen 2 mit 4:3 und schloss das Turnier auf Rang sieben ab.
Getragen wurde das Heimturnier nach Angaben des Vereins vom Land Brandenburg, der Sparkasse Niederlausitz, dem Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg und der Stadt Senftenberg.
Radball hat in Großkoschen lange Tradition
Der Radsportverein Großkoschen 1921 gehört seit Jahren zur internationalen Spitze des Hallenradsports. Tim und Eric Lehmann wurden 2023 Vizeeuropameister der U23. Weltcup-Runden hat der Verein in den vergangenen Jahren unter anderem in Hongkong und in Sangerhausen gewonnen.
Dass eine Weltcup-Runde in einem Senftenberger Ortsteil ausgetragen wird, ist für den Radball die Regel und nicht die Ausnahme: Die Sportart lebt von Vereinshallen, in denen die Zuschauer dicht am Spielfeldrand sitzen.
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Red. / Presseinformation
Foto: Marco Richter








