Die Volleyballerinnen des SV Energie Cottbus haben ihr Heimspiel in der 3. Liga gegen den BBSC Berlin mit 1:3 verloren. Nach einem starken ersten Satz fand das jüngste Team der Liga nicht mehr zu seinem Spiel. Damit verpasste der Zweitliga-Absteiger auch die erhoffte Revanche für das knappe Pokal-Aus gegen die Berlinerinnen im Oktober.
Starker Auftakt mit 25:18
Nach einer Niederlage und einem Heimsieg zum Start in die neue Liga wollten die Cottbuserinnen ihre Bilanz ins Positive drehen. Entsprechend engagiert und leidenschaftlich legte das Team von Trainer Marvin Krüger los und holte sich den ersten Satz souverän mit 25:18.
Eigenfehler kosten den zweiten Satz
Im zweiten Durchgang konnte Energie seine Stärken aber nicht wieder abrufen. Die Gäste setzten sich immer wieder ab, der SVE hatte Mühe, dranzubleiben. Zu viele leichte Fehler brachten den Berlinerinnen schließlich den Satzausgleich.
Spannender dritter Satz geht knapp verloren
Im dritten Satz kam Energie zurück. Über die Zwischenstände 19:20 und 21:21 ging es hin und her, am Ende behielten die Gäste mit 27:25 knapp die Oberhand.
Im vierten Satz machte sich dann bemerkbar, dass mit Ann-Sophie Schiller und Meret Lange zwei wichtige Stützen fehlten. Die junge Cottbuser Mannschaft kam mit dem Druck, gewinnen zu müssen, nicht zurecht und scheiterte gegen die deutlich erfahreneren Berlinerinnen auch ein Stück weit an den eigenen Nerven. Der BBSC gewann den Satz mit 25:20 und damit das Spiel.
Lara Bamberg: „Alles Kopfsache“
Nach dem Spiel wurden traditionell die besten Spielerinnen beider Teams ausgezeichnet, gewählt jeweils vom gegnerischen Trainer. Bei Energie ging die Ehrung an Lara Sophie Bamberg, beim BBSC an Selina Wildgrube.
Bamberg freute sich über die Auszeichnung, die Niederlage überwog aber. „Im zweiten und dritten Satz lag es dann, glaube ich, einfach an den Eigenfehlern“, sagte sie im NL-Interview. „Ich denke nicht, dass Berlin besser ist als wir. Wir haben uns einfach zu viel Kopf gemacht.“ Im Team sei bekannt, dass vieles Kopfsache sei. Daran wolle man arbeiten.
An der Technik habe es nicht gelegen, so Bamberg. „Aber wenn das Zusammenspiel vom Team dann nicht funktioniert und jeder seine Aufgaben nicht richtig macht, dann funktioniert auch das ganze Spiel nicht.“ Einen Streit im Team befürchtet sie deshalb nicht: „Wir sind ein Team, was sich gegenseitig supportet. Wir machen keinen runter.“ Gemeinsam wolle man die Fehler abstellen und die Punkte im nächsten Spiel wieder holen. Mit der Auszeichnung zur besten Spielerin hatte sie nicht gerechnet. „Ich fand irgendwie, jeder vom Spiel hat’s verdient. Ich finde, wir haben alle, trotzdem dass wir verloren haben, einen guten Job gemacht.“ Wichtiger als die persönliche Ehrung seien für sie aber die Punkte, und die will das Team im nächsten Spiel holen.
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