Geständnis im Cottbuser Brandstifter-Prozess: Die 22-jährige Angeklagte hat am heutigen Dienstag (13. Oktober) vor dem Landgericht Cottbus alle 21 angeklagten Autobrände eingeräumt. Wie brandenburg.media berichtet, verlas ihr Verteidiger zunächst eine Erklärung, anschließend bestätigte die Frau, dass sich alles so zugetragen habe. Mit dem Geständnis ist der Weg frei für die am Vortag vereinbarte Verständigung – ihr droht nun eine Haftstrafe zwischen drei Jahren und neun Monaten und vier Jahren und drei Monaten. Erst am Montag hatte der Prozess gegen die Frau begonnen. Die Anklage wirft ihr vor, zwischen Juli 2025 und Februar 2026 im Cottbuser Stadtgebiet 21 Fahrzeuge in Brand gesetzt zu haben – mit einem Gesamtschaden in sechsstelliger Höhe. Nun hat sie die Taten gestanden.
So ging die Angeklagte vor
Nach Angaben von brandenburg.media ging die 22-Jährige laut ihrem Geständnis fast immer gleich vor: Sie legte einen würfelförmigen Holzkohleanzünder auf einen Reifen, meist vorne rechts, und zündete ihn an. Bei den ersten Taten war sie mit dem Fahrrad unterwegs, um kostenlose Zeitungen zu verteilen, später ging sie zu Fuß los, ab Oktober fuhr sie mit Mietwagen zu den Tatorten. Dass daneben geparkte Autos, Carports oder ein Einfamilienhaus mitbrennen könnten, hielt sie demnach für möglich – nach eigenen Angaben war ihr das egal, wie branenburg.media berichtet. Eingeräumt hat sie auch den Brand eines Mercedes am 3. Januar in der Hegelstraße, bei dem ein daneben geparktes Auto ebenfalls zerstört wurde.
Zu ihrem Motiv wollte sich die Angeklagte nicht äußern. Die Autos habe sie rein willkürlich ausgewählt, sagte ihr Verteidiger dem Bericht zufolge; nachts habe sie zugeschlagen, weil sie im Dunkeln gefahrlos fliehen konnte. Fragen des psychologischen Sachverständigen beantwortete sie nicht.
Festnahme und Fortgang des Prozesses
Nach ihrer letzten Tat am 10. Februar 2026 war die Frau laut brandenburg.media von zu Hause mit dem Auto losgefahren; nach wenigen hundert Metern stoppte die Polizei sie und nahm sie fest. Seit dem Haftbefehl am Tag darauf sitzt sie in Untersuchungshaft. Die für Dienstag geladenen Zeugen wurden abbestellt – gehört werden sollen nur noch jene, bei denen die Schadenssummen unklar sind. Laut Terminliste wird der Prozess am 19. Oktober fortgesetzt.
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