Mehr Hebammen durch Ausbildung und Förderung
Anlässlich des Internationalen Hebammentags hat Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke die Entwicklung der Hebammenausbildung positiv bewertet. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, würden die Maßnahmen zur Nachwuchssicherung Wirkung zeigen. Ziel sei es weiterhin, eine stabile und flächendeckende Versorgung mit Hebammenleistungen in allen Regionen Brandenburgs sicherzustellen. Nach Angaben des Ministers begleiten Hebammen Familien während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und übernehmen damit eine zentrale Rolle im Gesundheitssystem. Die steigende Zahl an Fachkräften wird daher als wichtiges Signal gewertet.
19 Absolventinnen starten ins Berufsleben
In diesem Frühjahr haben insgesamt 19 angehende Hebammen ihre Abschlussprüfungen bestanden. Mehr als die Hälfte von ihnen bleibt laut Ministerium in Brandenburg und arbeitet künftig in Geburtskliniken, Frauenarztpraxen oder in der freiberuflichen Betreuung. Einsatzorte sind unter anderem Cottbus, Frankfurt (Oder), Herzberg, Potsdam sowie der Landkreis Spree-Neiße. Die Zahlen zeigen nach Einschätzung des Ministeriums, dass sich die Ausbildungsstruktur im Land zunehmend stabilisiert. Bereits 2025 hatten 13 Absolventinnen ihre Prüfungen erfolgreich abgeschlossen, in diesem Jahr waren es 14 im akademischen Bereich sowie zusätzlich fünf aus der fachschulischen Ausbildung.
Umstellung auf akademische Ausbildung fast abgeschlossen
Seit 2023 erfolgt die Ausbildung von Hebammen bundesweit ausschließlich auf akademischer Grundlage. Die Übergangsphase, in der parallel noch fachschulisch ausgebildet wurde, endet in Brandenburg in diesem Jahr. Damit laufen auch die letzten klassischen Hebammenschulen aus. Aktuell bieten zwei Hochschulen entsprechende Studiengänge an. An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg startete der Studiengang Hebammenwissenschaften bereits im Wintersemester 2021/2022. Seit dem Wintersemester 2023/2024 gibt es zudem ein Angebot an der Hochschule für Gesundheitsfachberufe Eberswalde. Die ersten Absolventinnen dieses Studiengangs werden für 2027 erwartet.
Zahl der Hebammen deutlich gestiegen
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind derzeit rund 580 Hebammen in Brandenburg tätig. Etwa ein Viertel von ihnen arbeitet sowohl angestellt als auch freiberuflich. Besonders deutlich zeigt sich der Zuwachs in den Kliniken: 2024 waren laut statistischem Landesamt 273 Hebammen in Brandenburger Geburtskliniken beschäftigt. Damit hat sich die Zahl seit 2010 mehr als verdoppelt. Insgesamt gibt es aktuell 20 Krankenhausstandorte mit aktiver Geburtshilfe im Land. Die Landesregierung sieht sich damit auf einem stabilen Weg, die Versorgung für werdende Familien langfristig zu sichern.
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Red. / Presseinformation




