Neue Verteilzentren in Cottbus und Dahlewitz
Nach Angaben des Unternehmens Amazon soll das Verteilzentrum in Cottbus/Chóśebuz im September 2026 in Betrieb gehen. Der Standort umfasst rund 7.700 Quadratmeter und wird von Aron Wolke geleitet, der seit 2024 im Unternehmen tätig ist. In Dahlewitz ist ein weiterer Standort mit rund 15.500 Quadratmetern geplant, der im Oktober 2026 starten soll. Dort übernimmt Can Buegrue die Leitung, der seit 2017 für Amazon arbeitet.
Beide Standorte sollen mit jeweils rund 70 Mitarbeitenden starten. Laut Unternehmen dienen die Verteilzentren der Organisation der sogenannten „letzten Meile“. Pakete werden aus europäischen Logistikzentren angeliefert, vor Ort sortiert und anschließend auf Zustellfahrzeuge verteilt. Ein eigenes Lager ist an diesen Standorten nicht vorgesehen.
Amazon gibt an, dass Logistikmitarbeitende an den neuen Standorten mit einem Einstiegslohn von 15,80 Euro brutto pro Stunde beginnen. Nach 12 und 24 Monaten steigen die Löhne automatisch, sodass nach zwei Jahren ein Stundenlohn von 17,43 Euro erreicht werden soll. Für Fachkräfte werden Einstiegsgehälter ab 21,53 Euro brutto pro Stunde genannt. Zusätzlich nennt das Unternehmen verschiedene Leistungen wie ein Deutschlandticket, betriebliche Altersvorsorge, Versicherungen sowie Zuschüsse und Weiterbildungsangebote. Für Qualifizierungen können Mitarbeitende laut Amazon jährlich finanzielle Unterstützung erhalten. Bundesweit wurden die Einstiegslöhne nach Unternehmensangaben bereits ab September 2025 auf mindestens 15,65 Euro pro Stunde angehoben. Ab September 2026 sollen an allen Standorten mehr als 16 Euro brutto pro Stunde gezahlt werden.
Zustellung und Technik im Fokus
In den Verteilzentren sollen täglich eine fünfstellige Anzahl an Paketen bearbeitet werden. Das Zustellgebiet des Standorts Cottbus umfasst Südbrandenburg sowie Teile von Nordsachsen. In Dahlewitz liegt der Fokus auf der Region südöstlich von Berlin. Amazon arbeitet nach eigenen Angaben mit lokalen und unabhängigen Lieferpartnern zusammen. In Cottbus sollen täglich rund 150 Fahrzeuge im Einsatz sein, in Dahlewitz etwa 120 Fahrzeuge von mehreren Partnern. Technische Systeme unterstützen sowohl die Sortierung als auch die Zustellung. Dazu zählen optische Sortierhilfen sowie eine dynamische Routenplanung.
Bestehende Standorte und Ausbau in Brandenburg
Amazon betreibt bereits mehrere Logistikstandorte in Brandenburg. Dazu gehören ein Sortierzentrum in Kiekebusch, das 2020 eröffnet wurde, sowie Verteilzentren in Hoppegarten und Werder (Havel), die zwischen 2019 und 2020 in Betrieb gingen. Insgesamt sind laut Unternehmen mehr als 1.000 Beschäftigte an den Standorten tätig. In Sortierzentren werden Pakete aus dem Logistiknetzwerk gesammelt und weiterverteilt, während Verteilzentren die Zustellung an Kundinnen und Kunden organisieren.
Amazon verweist zudem auf Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit. Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben verstärkt auf Elektromobilität und hat bereits zahlreiche elektrische Lieferfahrzeuge im Einsatz. Zudem investiert Amazon in den Ausbau erneuerbarer Energien und verfolgt das Ziel, bis 2040 CO2-neutral zu arbeiten. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in der Region. In Brandenburg wurden in der Vergangenheit Spenden an soziale Einrichtungen geleistet sowie Aktionen für Kinder und gemeinnützige Organisationen unterstützt.
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Red. / Presseinformation




