Bei Gewässerunterhaltungsarbeiten an der Neiße bei Forst (Lausitz) hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg heute eine historische Kanone aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen. Das geht aus einer Mitteilung des Landesamts für Umwelt hervor. Von der Fundstelle ging demnach keine Gefahr für die Bevölkerung aus.
Historische Kanone aus der Neiße bei Forst geborgen
Bei den geplanten Arbeiten am Gewässer stießen die Einsatzkräfte auf eine sowjetische 76-mm-Regimentkanone des Modells M1943. Nach Angaben des Landesamts für Umwelt sicherte der Kampfmittelbeseitigungsdienst das Geschütz noch vor Ort fachgerecht. Anschließend transportierten Spezialkräfte des Dienstes die Kanone ab.
Die Behörde betont, dass von dem Fundstück zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Anwohner oder Passanten ausging. Die Gewässerunterhaltung an der Neiße dient der Pflege und dem Erhalt des Flusslaufs. Dass dabei Relikte aus den Kriegsjahren auftauchen, kommt in der Region immer wieder vor.

Was die 76-mm-Regimentkanone M1943 ausmacht
Die historische Kanone aus der Neiße bei Forst stammt aus sowjetischer Produktion. Das Modell M1943 wurde laut Wikipedia im Jahr 1943 entwickelt und kurz darauf bei der Roten Armee eingeführt. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden demnach rund 5.122 Stück. Gefertigt wurde das Geschütz im Werk Motowilicha.
Weitere technische Hintergründe zum aktuellen Fund stehen im Eintrag zum Geschütz: 76-mm-Regimentkanone M1943.
Bereits zweiter Kampfmittelfund an dieser Stelle
Es ist nicht das erste Mal, dass an dieser Stelle der Neiße Kriegsmaterial zum Vorschein kommt. Bereits im September 2025 barg der Kampfmittelbeseitigungsdienst bei der Forster Ortslage Keune mehrere Kampfmittel sowie einen versunkenen sowjetischen Protzenwagen. Damals stellten die Einsatzkräfte nach einem Hinweis aus der Bevölkerung 20 Artilleriegranaten russischer Bauart und eine größere Menge Infanteriemunition sicher.
Die Stadt Forst (Lausitz) wies bereits damals darauf hin, dass Kampfmittel keinesfalls eigenständig berührt oder bewegt werden dürfen. Verdachtsfälle sollen umgehend der Polizei gemeldet werden. Den ausführlichen Bericht zu diesem früheren Fund finden Sie hier: Granaten, Munition und Militärwagen aus der Neiße bei Forst geborgen.

Bergung des historischen Geschütz:
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Red. / Presseinformation






