Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog hat sich der Waldbrand bis gestern Nachmittag auf rund 113 Hektar ausgedehnt. Das geht aus Informationen von Blaulichtreport Lausitz vor Ort hervor. Da das Gelände stark munitionsbelastet ist, lässt die Feuerwehr das Feuer kontrolliert innerhalb angelegter Brandschutzstreifen abbrennen. Eine Gefährdung umliegender Ortschaften besteht laut Einsatzleitung derzeit nicht.
Munition im Boden verhindert Löscheinsatz
Der Waldbrand Jüterbog stellt die Einsatzkräfte vor außergewöhnliche Herausforderungen. Wie Blaulichtreport Lausitz vom Einsatzort berichtet, wurde das betroffene Areal über 150 Jahre hinweg durch verschiedene Militärgenerationen genutzt und gilt deshalb als schwer munitionsbelastet. Granaten sowie weitere Kampfmittel liegen im Brandgebiet teilweise sogar offen sichtbar, weshalb regelmäßig Detonationen zu hören sind. Ein Vorrücken der Feuerwehr an die Brandherde ist daher nicht zu verantworten.
Auch ein Löscheinsatz aus der Luft ist derzeit nicht angedacht. Stattdessen verlassen sich die Einsatzkräfte auf bereits angelegte Brandschutzstreifen rund um das brennende Gebiet. Diese sollen ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Flächen verhindern. Laut Einsatzleitung kann sich der Brand dadurch maximal auf einer Fläche von rund 230 Hektar ausbreiten. Damit die Lage stets aktuell bleibt, bewerten die Einsatzkräfte die Situation täglich am Vormittag neu.
Wochenendwetter ließ Feuer rasant wachsen
Innerhalb weniger Stunden hat sich die brennende Fläche verdreifacht. Während am Samstagabend noch von rund 37 Hektar Wald (Niederlausitz aktuell berichtete) die Rede war, brannten mit Stand gestern Nachmittag bereits rund 113 Hektar. Das Wetter am Wochenende begünstigte demnach eine starke und rasante Ausbreitung der Flammen. Bereits im ersten Bericht vom Samstagabend hatte zudem ein nahegelegener Windpark unmittelbar an der Feuerfront gestanden.
Durch den entstandenen Rauch kommt es in der Region teilweise landkreisübergreifend zur Geruchsbelästigung. Eine Gefahr für Menschen oder Ortschaften ist damit jedoch nicht verbunden. Die Ursache für den Waldbrand Jüterbog ist nach Angaben von Blaulichtreport Lausitz bislang unbekannt.
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Red. / Presseinformation
Fotos: Blaulichtreport Lausitz





