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Cottbus Donnerstag, 25 November 2021 von Redaktion / Presseinfo

Europäischer Parkverbund Lausitz will sich künftig als Verein organisieren

Europäischer Parkverbund Lausitz will sich künftig als Verein organisieren

Der Europäische Parkverbund Lausitz will sich künftig als Verein organisieren. Wie die Stadt Cottbus mitteilte, wurde diese Entscheidung in dieser Woche einstimmig beschlossen und soll im kommenden Jahr umgesetzt werden. Wie die Stadt zudem mitteilte, soll es im Juli 2022 ein neues Buch über die Parkanlagen der Parkverbunds geben, um an die Schönheit der Parkanlagen von Cottbus zu erinnern. Außerdem soll ebenfalls im kommenden Jahr ein Leitfaden zur Freiwilligenarbeit entwickelt werden. 

Die Stadt Cottbus teilte dazu mit: 

Die Steuerungsgruppe des Europäischen Parkverbunds Lausitz (EPVL) hat sich am 22.11.2021 im Park und Schloss Branitz getroffen. Nach einem kurzen Blick auf die Maßnahmen und realisierte Projekte im Jahr 2021 wurde über eine zukünftige Rechtsform für den EPVL abgestimmt. Eine eigene Rechtsform ist immens wichtig für die reibungslose weitere Entwicklung des Parkverbunds. Ziel ist nunmehr eine Vereinsgründung, die einstimmig beschlossen wurde und im kommenden Jahr umgesetzt werden soll.

Holger Kelch, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus: „Es hat sich viel getan in den zurückliegenden Monaten in unseren Parks. Gleichzeitig brauchen wir neben dem Blick zurück auch den nach vorn, den Blick in die Zukunft. Mit einer künftigen Rechtsform des Verbunds als Verein, die wir im kommenden Jahr schaffen sollten, können wir dann ab 2023 flexibler agieren und auf verschiedenen Ebenen und in sich ergänzenden Formaten tätig sein. Die Bürgerinnen und Bürger unserer gemeinsamen Region und natürlich die historischen Anlagen selbst haben es verdient, dass wir uns weiter intensiv um sie kümmern und diese Kleinode stabilisieren und entwickeln. Sie sollen Anziehungspunkt bleiben und neue sowie wiederhergestellte Reize bieten.“

Um an die Schönheit der Parkanlagen von Cottbus zu erinnern wird im Juni 2022 ein neues Buch über die Parkanlagen des Parkverbunds erscheinen. Dieses trägt den Titel „Grüne Paradiese. Historische Gärten in der Lausitz“. Das Buch erscheint in einer deutschen und einer polnischen Version. Für eine spielerische und interaktivere Entdeckung der Parkanlage sorgt im nächsten Jahr außerdem eine mobile App für Besucher. Diese wird für alle Parkanlagen des EPVL entwickelt. Dies ist jedoch nicht die einzige Neuerung für 2022, denn der EPVL wird im kommenden Jahr einen Leitfaden zur Freiwilligenarbeit entwickeln. Dieser soll besonders auf die Themengebiete „Lifestyle“ und „Europa“ eingehen, unterstützen sollen dies auch kulturelle Veranstaltungen und eine Tagung.

Dr. Stefan Körner, Vorstand der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz. „Der Parkverbund ist sicher das schönste und grünste Freundschaftsprojekt im Herzen Europas, in der Lausitz. Hier an Spree, Neiße und Bober, hier in Brandenburg, Sachsen und der polnischen Region um Zielona Gora treffen die großen Landschaftsparks auf eine Landschaft in Bewegung, die auf eine bewegende Zukunft im Strukturwandel blickt und ihr landschaftliches und grünes Fundament in der Geschichte hat. Europäische Persönlichkeiten, wie der tolle Fürst Pückler, die weltgewandte Herzogin von Sagan oder der berühmte Graf Brühl, haben wie die stolzen Bürger von Forst in der Lausitz Gärten angelegt. Diese prägen - über Grenzen hinweg - die Landschaft der Lausitz als grünes Kulturerbe und werden mit dem Europäischen Parkverbund Lausitz weithin sichtbar gemacht.“ 

Schaut man zurück auf das Jahr 2021 kann man von vielen Aktionen berichten, welche erfolgreich durchgeführt wurden. Zum einen ein Rätsel auf den Spuren von Dorothea von Sagan und Fürst Pückler im Herzoglichen Park Zatonie, zum anderen die Sanierung des Rakotz-Ensembles im Rhododendronpark Kromlau und die Pückler-Karawane, die im Juni 2021 durch die Lausitz wanderte. Jedoch sind dies nicht die letzten Projekte für 2021, schon am 14.12.2021 findet der zweite Europäische Salon in Żagań statt. Dieses Projekt wurde vom Parkverbund entwickelt. Als Partner im EPVL entwickelte die Stadt Forst/Lausitz für 2022 eine touristische Themenroute durch die verschiedenen Parkanlagen. Des Weiteren werden Veranstaltungen wie die Summer-School in Bad Muskau und weitere Parkseminare in Altdöbern und im polnischen Brody wiederholt stattfinden.

Der Europäische Parkverbund Lausitz wurde 2010 im polnischen Brody gegründet. Heute gehören insgesamt neun Parkanlagen in Brandenburg, Sachsen und der Woiwodschaft Lubuskie zum Lausitzer Parkverbund. Diese Zahl setzt sich zusammen aus den beiden Pückler-Parks Muskau und Branitz, der Ostdeutsche Rosengarten Forst (Lausitz), der Schlosspark Brody (Pförten), Schlosspark Altdöbern, der Rhododendronpark Kromlau, die Schlossanlage Neschwitz und in Polen Schloss und Park Żagań (Sagan) sowie der Schlosspark Zatonie (Günthersdorf). Alle Parkanlagen teilen sich mindestens eine Gemeinsamkeit, sie alle sind geschmückt mit historischen Entwicklungen unter dem Einfluss von großen Persönlichkeiten in der Lausitz, wie Heinrich Graf von Brühl und Hermann Fürst von Pückler-Muskau.

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Red. / Presseinfo 

Bild: Parkverbund Lausitz

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