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Cottbus Mittwoch, 10 Oktober 2018 von Redaktion

Energie Cottbus kassiert erste Heimniederlage der Saison im Derby gegen Halle

Energie Cottbus kassiert erste Heimniederlage der Saison im Derby gegen Halle

Der FC Energie Cottbus hat die erste Heimniederlage der Saison kassiert. Im hochemotionalen Derby am Mittwochabend haben die Cottbuser 1:2 gegen den Halleschen FC verloren.

Nach dem erlösenden Sieg am vergangenen Samstag will der FC Energie Cottbus den positiven Schwung nutzen, um direkt das nächste Derby im eigenen Stadion zu gewinnen. Im Nachholspiel der dritten Liga am Mittwochabend geht es gegen den Hallenschen FC ran. Der FCE beginnt mit keiner großen Überraschung. Kapitän Marc Stein ist nach seiner Gelb-Sperre zurück auf dem Feld. An der Spitze stürmt Streli Mamba.

Es geht stimmungsvoll los auf den Rängen und auch auf dem Platz ist bereits Tempo zu sehen. In den ersten zehn Minuten kommt Halle durch einzelne Flanken durchaus vor das Cottbuser Tor. Die Abwehr ist allerdings wach. In der 14. Minute hat Cottbus die erste sehenswerten Aktion. Zimmer spielt einen Freistoß auf Viteritti, der den Ball nahe über das Tor schießt. Die Gegenaktion bringt Halle direkt in Führung. Bentley Baxter Bahn läuft auf das Cottbuser Tor zu, Spahic kommt zwar raus, doch Bahn kickt den Ball bereits vorher mit dem gestreckten Bein ins Tor. Fünf Minuten später klingelt es wieder im Cottbuser Tor. Björn Jopek bekommt den Ball vor die Füße gespielt und braucht ihn nur reinmachen. Nach nicht einmal 20 Minuten heißt es von den Cottbuser Rängen. „Aufwachen!“.

In der 22. Minute gibt es schon wieder die nächste Riesenchance für Halle. Mathias Fetsch trifft den Pfosten und der Ball landet danach direkt in den Armen von Spahic. Auf Cottbuser Seite scheint Lars Bender am Oberschenkel Probleme zu haben. Trainer Pele Wollitz wechselt Bender aus und bringt Abdulkadir Beyazit ins Spiel. Wir schreiben die 33. Minute und Cottbus setzt ein deutliches Lebenszeichen. Maximilian Zimmer legt sich den Ball vor und erzielt den Anschlusstreffer. Der FCE kommt wieder in Fahrt. Bisher wird das Spiel einem Derby absolut gerecht und auch die Stimmung pulsiert und fürht in der 39. Minute zu einer Rudelbildung wenige Meter vor der Trainerbank von Wollitz.

Halbzeit im Stadion der Freundschaft und die Zuschauer bekommen in jedem Fall ein intensives Derby geboten. Halle bleibt gefährlich, aber auch Cottbus ist nach den ersten verpatzten 30 Minuten wieder im Spiel. Die zweite Hälfte verspricht daher spannend zu werden.

Leider beginnt die zweite Halbzeit eher unschön. Im Gästeblock wird mehrfach Pyrotechnik gezündet. Es bildet sich Rauch im Strafraum des FC Energie Cottbus. Das Spiel wird aber nur kurz unterbrochen. Auf dem Feld sind beide Teams weiter mit vollem Einsatz dabei. Cottbus setzt jetzt deutlich mehr Akzente nach vorn, nur der erfolgreiche Abschluss fehlt noch. In der 59. Minute versucht Viteritti selbst den Abschluss zu finden, doch schießt den Ball weit über das Tor.

7817 Zuschauer sind am Mittwochabend live im Stadion dabei und sehen ein emotionales und hochspannendes Derby.

Wollitz wechselt in der 70. Minute. Fabian Graudenz kommt für den Cottbuser Torschützen Maximilian Zimmer. Graudenz übernimmt damit die linke Seite, Viteritti wechselt auf rechts. Cottbus kommt in der 74. gefährlich offensiv vor das gegnerische Tor. Graudenz schießt, doch Eisele hält. Der Ball bleibt heiß, findet aber schlussendlich keine Anspielstation. Auch hinten zeigt Cottbus immer wieder eine stabile Abwehr. Beide Teams spielen förmlich auf Sieg, auch wenn Cottbus erstmal einen Ausgleich braucht.

Die Schlussphase hat es nochmal in sich, doch Cottbus gelingt einfach kein erfolgreicher Abschluss. Kurz vor Abpfiff sieht Matuwila die rote Karte. Ob das "Reingehen" so bewertet werden kann, darf bezweifelt werden-wieder Rudelbildung.

Der FC Energie Cottbus kassiert in einem hochemotionalen Derby die erste Heimniederlage seit dem 12.03.2017 (sieht man über die Niederlagen im DFB Pokal hinweg) und steht nach elf Ligaspielen auf dem 14. Tabellenplatz. Zeit zum Verschnaufen bleibt kaum, bereits am Sonntag geht es im Landespokal bei Union Fürstenwalde weiter.

red

Fotos: Christiane Weiland

 

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