Brandenburg Samstag, 28 April 2012 von Frank Gutschmidt

Uranbergbau im Kalten Krieg - Die Wismut eine populäre Geschichte

Uranbergbau im Kalten Krieg - Die Wismut eine populäre Geschichte

Band 1: Studien
Wismut - hinter diesem harmlos klingenden Namen verbarg sich der weltweit größte Uranbergbaubetrieb. Auch wenn die USA, Kanada und die Sowjetunion zwischen 1945 und 1990 jeweils noch etwas mehr Uran förderten als die DDR, gab es selbst in diesen Ländern keinen einzelnen Betrieb, der hinsichtlich der Menge des geförderten Urans und der Mitarbeiterzahl die Dimensionen der Wismut AG erreichte.
Im vorliegenden Band widmen sich deutsche und russische Historiker sowie Kultur- und Sozialwissenschaftler vor allem jenen Themenfeldern, die noch nicht oder erst in Ansätzen untersucht worden sind. Dazu wurden bislang unzugängliche bzw. noch nicht genutzte Quellenbestände in russischen Archiven ausgewertet.
Die Aufsätze widmen sich u. a. dem Stellenwert des Unternehmens im Kalten Krieg, dem im Uranbergbau herrschenden Sicherheitsregime, dem Herrschaftsanspruch der SED im Betrieb, dem Umgang mit den Strahlenrisiken, der Ausgestaltung des betrieblichen Sozialleistungssystems und den Versuchen zur Identitätsstiftung durch Kultur und Sport.
Autor(en): Rudolf Boch (Hg.), Rainer Karlsch (Hg.), Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag, Format: 14.8 x 21.0 cm, Seitenzahl: 720, Abbildungen s/w: 27
Reihe / Kategorie: Politik/Zeitgeschichte, ISBN: 978-3-86153-653-6, Erschienen:
10.2011, Verlag: Christoph Links Verlag Berlin, Preis 39.90 EUR
Bild & Quelle: Christoph Links Verlag Berlin

Band 2: Dokumente
Die ostdeutsche Wismut AG war der drittgrößte Uranproduzent der Welt. Sie ermöglichte den Aufstieg der UdSSR zur nuklearen Supermacht. Um den strategischen Rohstoff Uran zu gewinnen, entstand in der DDR ein »Staat im Staate«. Nirgends sonst auf der Welt wurde Uran mit einem derart immensen Aufwand gewonnen wie in Sachsen und Thüringen.
Auf der Grundlage erstmals zugänglicher Akten des sowjetischen Atomministeriums haben Historiker aus Russland und Deutschland den Stellenwert der Wismut AG im sowjetischen Atomkomplex und im internationalen Vergleich analysiert (Band 1). Sie beschreiben das rigide Sicherheitsregime und dessen Auswirkungen auf die Beschäftigten, fragen nach dem Strahlenschutz sowie den Effekten der betrieblichen Kultur- und Sozialpolitik.
Im vorliegenden Band 2 werden in thematisch analoger Gliederung die entscheidenden Dokumente vorgestellt, wobei zahlreiche russische Quellen dem deutschen Leser erstmals zugänglich gemacht werden.
Autor(en): Rudolf Boch (Hg.), Rainer Karlsch (Hg.), Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag, Format: 14.8 x 21.0 cm, Seitenzahl: 720, Abbildungen s/w: 27
Reihe / Kategorie: Politik/Zeitgeschichte, ISBN: 978-3-86153-654-3 , Erschienen:
10.2011, Verlag: Christoph Links Verlag Berlin, Preis 34.90 EUR
Bild & Quelle: Christoph Links Verlag Berlin

Die Wismut - Uran für Moskau
Die sowjetisch-deutsche Wismut-Gesellschaft gehört zu den wenig bekannten und zugleich spannendsten Kapiteln der deutschen Wirtschaftsgeschichte.
Um im atomaren Wettrüsten gleichziehen zu können, benötigte die Sowjetunion nach 1945 dringend Uran. Das fand sie in Thüringen und Sachsen.
Mit allen Mitteln wurde dort der Erzbergbau vorangetrieben, entstand ein abgeschottetes Unternehmen, das binnen zwei Jahrzehnten zum drittgrößten Uranproduzenten der Welt aufstieg.
Doch nach der Katastrophe von Tschernobyl nahm die Atombegeisterung ab, und mit der deutschen Einheit fand die unrentable und umweltschädigende Produktion ein jähes Ende. Es begann ein langwieriger Sanierungsprozess, dessen Ergebnisse auf der Bundesgartenschau 2007 einer größeren Öffentlichkeit präsentiert werden.
Der ausgewiesene Wirtschaftshistoriker Rainer Karlsch legt nunmehr die erste populäre Gesamtdarstellung der Wismut AG vor, wobei er auch die umstrittenen Bereiche nicht ausspart.
Autor(en): Rainer Karlsch, Ausstattung: Broschur, Format: 12.5 x 20.5 cm,
Seitenzahl: 280, Abbildungen s/w: 56, Reihe / Kategorie: DDR-Geschichte, ISBN:
978-3-86153-427-3, Erstveröffentlichung: 03.2007, Auflage: 4. , Erschienen: 09.2011, Verlag: Christoph Links Verlag Berlin, Preis 14.90 EUR
Bild & Quelle: Christoph Links Verlag Berlin
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