Städte, Gemeinden und Landkreise in der Lausitz können sich wieder um Bundesgeld für die Sanierung ihrer Sportstätten bewerben. Der Bund stellt dafür 333 Millionen Euro bereit. Parallel startet ein Programm, damit mehr Kinder sicher schwimmen lernen.
333 Millionen Euro für die Sanierung von Sportstätten
Darauf weist die Lausitzer Bundestagsabgeordnete Maja Wallstein (SPD) hin. Am 26. Oktober hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) den neuen Projektaufruf zum Bundesprogramm SKS gestartet. Gefördert wird die Sanierung kommunaler Sportstätten, darunter Hallen- und Freibäder sowie Sportfreianlagen wie Fußball- und Tennisplätze. Ersatzneubauten sind nur in Ausnahmefällen möglich, nach der Sanierung müssen die Gebäude energetische Standards erfüllen. Das Geld stammt laut BBSR aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität.
Laut Wallstein gibt es nicht rückzahlbare Zuschüsse von 250.000 Euro bis acht Millionen Euro je Projekt. Der Bund übernimmt in der Regel bis zu 45 Prozent der Kosten, bei Kommunen in Haushaltsnotlage bis zu 75 Prozent. Kommunen können die Mittel auch an Sportvereine weiterleiten, die eine Anlage betreiben.
Projektskizzen für Sportstätten bis 1. Februar 2027
Projektskizzen nimmt das BBSR bis 1. Februar 2027 digital entgegen. Welche Vorhaben zum Zug kommen, entscheidet danach der Haushaltsausschuss des Bundestages. „Ich möchte die Kommunen und Vereine in unserem Wahlkreis ermutigen, frühzeitig gemeinsam Projektskizzen auf den Weg zu bringen“, sagt Wallstein.
Aus der vorigen Runde für Schwimmbäder kam Geld in die Region. Das Freibad Forst erhält rund 2,2 Millionen Euro, das Sommerbad Vetschau rund 1,8 Millionen Euro. Auch die Forster Sportstätte in der Sperlingsgasse war 2024 in einer früheren Runde bedacht worden.
Deutschland lernt Schwimmen sucht lokale Partner
Das zweite Programm heißt „Deutschland lernt Schwimmen“. Dahinter stehen der Deutsche Schwimm-Verband und die DLRG gemeinsam mit dem Bund, das Modellvorhaben läuft bis Ende 2029. Es fördert Kooperationen etwa von Schulen, Kitas, Schwimmvereinen und DLRG-Gruppen, die zusätzliche Schwimmkurse schaffen. Dazu kommen Schwimmlotsen in bis zu 15 Modellregionen und neue Angebote für Ausbilder. Bewerbungen sind bis 31. Januar 2027 möglich.
Laut Wallstein können knapp 60 Prozent der Zehnjährigen in Deutschland nicht sicher schwimmen. „Schwimmen zu können, kann Leben retten. Jedes Kind sollte diese Fähigkeit erlernen können“, sagt die Abgeordnete. Sie hoffe, dass sich in der Region viele Partner zusammentun und neue Schwimmkurse für Sportstätten und Bäder vor Ort auf den Weg bringen.
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