Brandenburg wirbt in Asien um Investoren und Geschäftspartner. Wirtschaftsministerin Martina Klement hat in der vergangenen Woche japanische Unternehmen mit Standorten im Land besucht. Seit Sonntag, 1. November, reist laut Ministerium zudem eine Delegation mit Staatssekretär Hendrik Fischer und 16 Unternehmen durch China.
Ministerin Klement zieht positive Bilanz der Japanreise
Organisiert hatten die Reise nach Japan Germany Trade and Invest (GTAI) und die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg (WFBB). Auf dem Programm standen der deutsch-japanische Business-Summit mit Bundeskanzler Friedrich Merz sowie Besuche bei japanischen Unternehmen, die bereits einen Sitz in Brandenburg haben oder sich für den Standort interessieren. In Tokio und Osaka warb die Delegation zudem mit Netzwerkveranstaltungen um Investoren für Brandenburg. Außerdem besuchte sie Saitama, die japanische Partnerregion des Landes.
„Alle von uns besuchten japanischen Mutterhäuser mit einem Sitz in Brandenburg haben sich klar zum Standort Brandenburg bekannt – und teilweise auch zusätzliche Investitionen in Aussicht gestellt. Ein Unternehmen sieht Brandenburg sogar als Ausgangspunkt für internationales Wachstum. Nach unseren Gesprächen in Tokio und Osaka bin ich optimistisch, dass sich das auch in konkreten Projekten niederschlagen wird“, sagte Ministerin Klement zum Abschluss. Unternehmen aus Japan hätten im Land zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. „Und das soll auch in Zukunft so bleiben – und genau deshalb sind wir nach Japan gereist, um für weitere Investitionen zu werben und den Unternehmen unsere Unterstützung zu signalisieren.“
Zehn japanische Unternehmen haben sich angesiedelt
„Japan ist für Brandenburg ein TOP-Investorenmarkt. Zehn japanische Unternehmen haben sich bereits angesiedelt, darunter namhafte Firmen wie Takeda, Yamaichi oder Daiwa House“, erklärte WFBB-Geschäftsführer Dr. Steffen Kammradt. In den Firmenzentralen würden die Entscheidungen über Erweiterungen der Brandenburger Niederlassungen gefällt, deshalb seien diese „Mutterhausgespräche“ ein wichtiges Instrument. Die Wirtschaftsförderung sieht Japan auch künftig als wesentliches Herkunftsland neuer Investoren.
Die Reise fand im Rahmen des GTAI-Programms zur Internationalisierung der Regionen im Strukturwandel (ISW) statt. Es richtet sich an Regionen in den neuen Bundesländern, strukturschwache Gebiete und vom Kohleausstieg betroffene Regionen wie die Lausitz.
Delegation mit 16 Unternehmen in Peking und Shanghai
Unter Leitung von Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer besucht eine Delegation Peking und Shanghai. Dabei sind Vertreterinnen und Vertreter von 16 Unternehmen, der Technischen Hochschule Wildau und weiterer Institutionen. Die Firmen kommen unter anderem aus Energietechnik, Logistik, Maschinenbau, IT, Chemie und Life Sciences. Ziel ist es laut Ministerium und WFBB, Marktchancen auszuloten, neue Geschäftspartner und Zulieferer zu gewinnen und sich über Robotik, Künstliche Intelligenz und Elektromobilität auszutauschen. Im Anschluss richtet die TH Wildau in Taicang bei Shanghai eine zweitägige Deutsch-Chinesische KI-Konferenz aus.
„Mit unserer Reise nach China wollen wir bestehende Brücken festigen und neue bauen – damit aus Begegnungen konkrete Geschäfte und aus wirtschaftlichen Beziehungen gemeinsame Erfolge werden“, sagte Fischer vor dem Start. 2025 lag China auf Rang 16 der wichtigsten Exportmärkte Brandenburgs, bei den Importen auf Platz zwei. Auch unter den Investoren spielt die Volksrepublik eine Rolle. Mit 18 Investitionsprojekten gehört China zu den wichtigsten ausländischen Investoren im Land. Weitere Informationen gibt es beim Wirtschaftsministerium und bei der WFBB.
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