Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) widmet dem Maler Stefan Plenkers eine Ausstellung im Dieselkraftwerk Cottbus. „Aus Cottbuser Wohnzimmern“ ist vom 21. November bis 24. Januar zu sehen. Eröffnet wird die Schau am Freitag, 20. November, um 19 Uhr bei freiem Eintritt.
Nur gut ein Jahr in Cottbus und doch prägend
Stefan Plenkers wurde 1945 in Ebern bei Bamberg geboren und starb 2024 in Kreischa bei Dresden. Nach seinem Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden arbeitete er zunächst in Bad Muskau und zog 1974 nach Cottbus. Hier stand er nach Angaben des Museums in engem künstlerischem Austausch mit Hans Scheuerecker und Dieter Ladewig. Sein Cottbuser Aufenthalt dauerte nur etwas mehr als ein Jahr, dennoch blieb die Stadt für ihn ein wichtiger Ort. Er kehrte regelmäßig zurück und hielt Kontakt zur lokalen Kunst- und Sammlerszene. Bereits 1974 zeigte das Forum K eine Einzelausstellung des damals 29-Jährigen.
Die Ausstellung nimmt diese Verbindung zum Ausgangspunkt. In Erinnerung an die Cottbuser Zeit von Stefan Plenkers, seine Weggefährten und sein privates Sammlerumfeld führt das BLMK Werke aus der eigenen Sammlung mit Leihgaben aus Cottbuser Privatbesitz zusammen. So soll ein persönlicher Blick auf einen Künstler entstehen, dessen Arbeiten bis heute in der Stadt präsent sind.
Von der präzisen Zeichnung zur expressiven Farbe
An den gezeigten Arbeiten lässt sich die Entwicklung der Malerei von Stefan Plenkers nachvollziehen. Frühe Werke erinnern noch an die präzise Zeichnung seines Lehrers Gerhard Kettner, bald wandte sich Plenkers asketisch-melancholischen Bildwelten zu. In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren gewinnen seine Bilder an Farbe und Bewegung, Kneipen, Zirkuszelte und urbane Situationen werden zu wiederkehrenden Motiven. In den späten 1980er Jahren verdichtet sich die Bildsprache zu einem expressiven Zusammenspiel intensiver Farben, archaischer Formen, grafischer Strukturen und kalligrafischer Zeichen. Räume und Alltagssituationen bleiben dabei zentrale Bezugspunkte.
Die Werke erzählen nach Angaben des Museums nicht nur von der Entwicklung eines bedeutenden Malers, sondern auch von einem Stück Cottbuser Kunstgeschichte.
Eröffnung am 20. November im Dieselkraftwerk
Eröffnung: Freitag, 20. November 2026, 19 Uhr, Eintritt frei
Laufzeit: 21. November 2026 bis 24. Januar 2027
Ort: BLMK Dieselkraftwerk, Uferstraße/Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 19 Uhr
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Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des BLMK.
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