Der FC Energie Cottbus hat gegen den FC St. Pauli ein 1:1 geholt. Die Hamburger spielten ab der 20. Minute in Unterzahl, Justin Butler brachte Cottbus in Führung – doch ein Kopfball in der 80. Minute kostete zwei Punkte.
Nach 20 Minuten ist St. Pauli nur noch zu zehnt
Beide Mannschaften kamen mit einem Erfolgserlebnis in die Partie. St. Pauli hatte als Bundesligaabsteiger am Millerntor 1:0 gegen den VfL Wolfsburg gewonnen, den ersten Sieg seit dem Abstieg. Energie war mit einem 3:0 aus Karlsruhe zurückgekehrt. In der Startelf stand Hannemann, er ersetzte Boziaris.
Es ging sofort schnell los. Schon in der dritten Minute überwand Ceesay nach einem langen Ball Torhüter Lotka – die Fahne ging hoch, Abseits, und die Proteste hielten sich in Grenzen. Danach drückten die Gäste die Cottbuser in deren Hälfte; nach zwölf Minuten rettete Rorig im eigenen Strafraum in höchster Not.
Nach einer Viertelstunde drehte sich das Bild. Einen Freistoss zentral vor dem Strafraum in der 17. Minute jagte Rorig in die Mauer. Drei Minuten später setzte sich Hannemann erneut durch und wurde von Ando regelwidrig gestoppt. Weil der schon für das Foul zuvor verwarnt worden war, sah er Gelb-Rot. Ab der 20. Minute war St. Pauli also zu zehnt.

Butler dreht sich am Strafraum und trifft
Die folgenden Minuten gehörten Cottbus, allerdings ohne den entscheidenden Pass – die Mannschaft schob den Ball um den gegnerischen Strafraum herum. Kurz vor der halben Stunde zog Bittencourt ab, knapp über das lange Eck. Hannemanns Abschluss aus dem Strafraum wehrte Torhüter Voll ab, auch gegen Rorig war der Keeper in der 35. Minute zur Stelle.
Dann zeigte Justin Butler, wie es geht. In der 37. Minute nahm er am Strafraum ein Zuspiel von Hannemann an, drehte sich zum Tor und schoss. Diesmal war Voll ohne Chance.
Vor 18.772 Zuschauern blieb Energie danach spielbestimmend und brachte die Führung ungefährdet in die Pause.

Kaars köpft den Ausgleich für die Gäste
Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine, und Cottbus übernahm sofort wieder das Kommando – zunächst aber ohne Gefahr. Nach gut einer Stunde gingen Bittencourt und Copado vom Feld, Kinsombi und Pelivan kamen. Die erste richtige Gelegenheit der zweiten Hälfte hatte Rorig in der 69. Minute: Er eroberte den Ball in der gegnerischen Hälfte und lief auf Voll zu, doch der Torhüter blieb ruhig und klärte.
VollzeitBewerbung bis 8.11.Sachbearbeiter Teilhabeplanung/SPMD (m/w/d)Landkreis Spree-Neiße · Forst (Lausitz)Zur Stelle →Alle 398 Stellen in Südbrandenburg →In der letzten Viertelstunde erhöhten die Gäste den Aufwand. Pele Wollitz nahm Cigerci und Michelbrink herunter und brachte Doumbia und Bogdanov. Den Plan durchkreuzte ausgerechnet ein Einwechselspieler der Hamburger: Kaars, seit der 57. Minute für Ceesay auf dem Platz, nutzte in der 80. Minute seine Freiheiten und köpfte zum 1:1 ein.
Die strittige Ecke in der Schlussphase
Drei Minuten später hätte Energie erneut führen können. Eine Ecke von Pelivan fand den Kopf von Erlein, der Ball klatschte an die Latte. Der Schiedsrichter pfiff die Situation allerdings ab: Der Ball soll vor der Hereingabe bereits im Aus gewesen sein.

Die Überlegenheit blieb ohne zweiten Treffer
Am Ende steht ein Punkt, der sich nach weniger anfühlt, als drin war. Energie bestimmte die zweite Hälfte, münzte die Überlegenheit aber nicht in Tore um. St. Pauli kam ein einziges Mal wirklich gefährlich vor das Cottbuser Tor – und nutzte diese Gelegenheit eiskalt.
Gegen diesen Frust steht eine andere Rechnung: Energie ist Aufsteiger, St. Pauli kommt aus der Bundesliga. Ein Punkt gegen einen Absteiger mit dem zweitteuersten Kader der Liga ist auch als Aufsteiger kein schlechtes Ergebnis.
In der Tabelle steht der FC Energie Cottbus nach dem sechsten Spieltag mit acht Punkten auf Rang sieben.
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Stimmen zum Spiel
Trainer Claus-Dieter Wollitz nahm seine Mannschaft in die Pflicht: „Bis zur Halbzeit war es ja ok, aber danach waren wir zu langsam. In der Halbzeitpause habe ich zur Mannschaft gesagt, dass Pauli nur auf diese eine Aktion zum Torerfolg wartet. Und trotzdem geben wir ihnen genau diese Chance. Damit haben wir uns den Punktverlust heute selbst zuzuschreiben. Wir hatten den Sieg doch auf dem Präsentierteller: mit der gelb-roten Karte, dem 1:0, gegen zehn Mann und dem Rückenwind aus den letzten Spielen.“
Mit einem Sieg wäre Energie bei zehn Punkten gestanden, rechnete Wollitz vor – „das wäre außergewöhnlich gewesen“. Und dann ein Satz, der über diesen Nachmittag hinausweist: „Wir haben heute aber auch gesehen, dass es noch ein sehr weiter Weg für uns in dieser Liga ist.“
Henry Rorig, der in der 69. Minute allein auf den Torhüter zugelaufen war, rechnete anders: „Das war heute kein gewonnener Punkt, es waren eher zwei verlorene Punkte.“ In der ersten Halbzeit habe man das Spiel im Griff gehabt, in der zweiten den Zugriff verloren. Zu seiner Chance sagte er: „Obwohl ich sonst in solchen Situationen immer gern den Ball nach innen gebe, habe ich da noch ein weißes Trikot gesehen, drum habe ich es allein versucht. Das hat leider nicht geklappt – mit einem 2:0 wäre nichts mehr passiert.“
Torschütze Justin Butler benannte das Muster der bisherigen Saison: „Wir können vorne Tore schießen, kriegen aber hinten zu viele Gegentore.“ Dreimal in Folge sei man nun ungeschlagen. „Ich würde dennoch sagen, wir sind noch nicht richtig angekommen in der zweiten Liga, aber wir halten uns ganz gut über Wasser. Wir spielen guten, mutigen und auch sehr offensiven Fußball. Am Ende sind es eben die Kleinigkeiten, die fehlen, um noch mehr Spiele zu gewinnen.“
Weiter geht es erst im Oktober in Darmstadt
Nun folgt die Länderspielpause. Das nächste Spiel bestreitet der FC Energie Cottbus am 10. Oktober auswärts beim SV Darmstadt 98. Sechs Tage später kommt der 1. FC Nürnberg in die Lausitz: Anpfiff im LEAG Energie Stadion ist am 16. Oktober um 18.30 Uhr.
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Die Saison 2026/2027 des FCE – Spielberichte im Überblick
1. Spieltag: FC Energie Cottbus 3:1 Hannover 96 ->> Spielbericht & Bilder
2. Spieltag: Arminia Bielefeld 3:0 FC Energie Cottbus ->> Spielbericht & Bilder
1. Runde DFB-Pokal: FC Energie Cottbus 0:2 FC Augsburg ->> Spielbericht & Bilder
3. Spieltag: FC Energie Cottbus 3:4 Greuther Fürth ->> Spielbericht & Bilder
4. Spieltag: VfL Wolfsburg 4:4 FC Energie Cottbus ->> Spielbericht & Bilder
5. Spieltag: Karlsruher SC 0:3 FC Energie Cottbus ->> Spielbericht & Bilder
6. Spieltag: FC Energie Cottbus 1:1 FC St. Pauli
Text: BA / Stimmen: Georg Zielonkowski















































