Bei Heinersbrück entsteht ein neuer großer Batteriespeicher der LEAG. Wie das Energieunternehmen am heutigen Donnerstag mitteilte, hat der Bau der GridBattery Heinersbrück mit 100 Megawatt Anschlussleistung und 400 Megawattstunden Speicherkapazität begonnen. Gemeinsam mit einem Windpark und einer Photovoltaikanlage soll der Speicher über einen ausgebauten Netzanschlusspunkt mit dem Stromnetz verbunden werden. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen.
GridBattery Heinersbrück entsteht auf Tagebaufläche
Die LEAG Clean Power GmbH hat mit dem Bau der GridBattery Heinersbrück begonnen. Der Batteriespeicher entsteht nach Angaben des Unternehmens auf einer früheren Tagebaurandfläche und soll eine Anschlussleistung von 100 Megawatt sowie eine Speicherkapazität von 400 Megawattstunden erreichen. Partner für die Planung und Umsetzung ist die Fluence Energy GmbH.
Die neue Anlage ist Teil der sogenannten GigawattFactory der LEAG-Gruppe. Dabei setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf das Zusammenspiel von erneuerbarer Stromerzeugung, Speicherung und flexibler Bereitstellung von Energie. Die GridBattery Heinersbrück ist laut LEAG der erste Batteriespeicher der LEAG Clean Power, der an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt mit Wind- und Photovoltaikanlagen errichtet wird.
Nach Angaben von LEAG-Clean-Power-Geschäftsführer Thomas Brandenburg soll dadurch überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt bereitgestellt werden können. Das Unternehmen erwartet davon eine effizientere Nutzung seines Energiesystems sowie eine Entlastung der Stromnetze.
Batteriespeicher erhält 400 MWh Speicherkapazität
Fluence übernimmt laut Pressemitteilung die Planung, Lieferung und Errichtung der Anlage. Dabei kommt die Energiespeicherlösung Smartstack zum Einsatz. Diese basiert nach Angaben des Unternehmens auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien, kurz LFP. Fluence übernimmt außerdem die Systemintegration und die schlüsselfertige Umsetzung der GridBattery Heinersbrück.
LEAG Clean Power und Fluence arbeiten auch beim geplanten Großspeicher am Kraftwerksstandort Jänschwalde zusammen. Dort soll mit der GigaBattery Jänschwalde 1000 eine Anlage mit einer Speicherkapazität von 4.000 Megawattstunden entstehen.
Julian Jansen, Managing Director Germany bei Fluence, bezeichnete Heinersbrück als zweites gemeinsames Projekt mit LEAG Clean Power in der Lausitz. Beide Unternehmen verfolgen nach seinen Angaben das Ziel, großskalige Energiespeicher stärker in das deutsche Energiesystem einzubinden.
Wind, Photovoltaik und Speicher nutzen Netzanschluss
Eine Besonderheit des Projektes liegt nach Angaben der LEAG in der gemeinsamen Netzanbindung. Die GridBattery soll zusammen mit dem Windpark Forst-Briesnig 2 und der Photovoltaikanlage Bohrau 1 der LEAG Renewables GmbH über denselben Netzanschlusspunkt mit dem Stromnetz verbunden werden. Beide Erneuerbare-Energien-Projekte in der Bergbaufolgelandschaft des Tagebaus Jänschwalde stehen laut Unternehmen kurz vor ihrer Fertigstellung.
Dafür hat die LEAG das bestehende Umspannwerk Heinersbrück zu einem hybriden Netzanschlusspunkt ausgebaut. Unter anderem kamen zusätzliche Schaltfelder hinzu. Zudem wurde die Schutz- und Leittechnik angepasst. Die Arbeiten liefen nach Unternehmensangaben während des laufenden Betriebs des Umspannwerks. An der Umsetzung waren neben der LEAG unter anderem Omexom, ABB und Anlagen-Montagen Werder beteiligt.
Dominique Guillou, Geschäftsführer der LEAG Renewables, sieht in der gemeinsamen Anbindung eine Möglichkeit, vorhandene Netzkapazitäten effizienter zu nutzen. Die Kombination aus Windenergie, Photovoltaik und Batteriespeicher soll nach Angaben des Unternehmens außerdem eine optimierte Fahrweise der einzelnen Anlagen ermöglichen.
Inbetriebnahme des Speichers für 2027 geplant
Die Inbetriebnahme der GridBattery Heinersbrück ist nach Angaben der LEAG für 2027 vorgesehen. Für das Projekt erhält die LEAG Clean Power Fördermittel der Europäischen Union aus dem Just Transition Fund.
Mit Windenergie, Photovoltaik und Batteriespeicher sollen damit künftig drei unterschiedliche Komponenten an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt bei Heinersbrück zusammenkommen. Die LEAG spricht in ihrer Pressemitteilung von einem Energiecluster und sieht die technische Kombination als Teil ihrer Pläne zum Ausbau erneuerbarer Energien und von Speicherkapazitäten.
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Red. / Presseinformation




