Forst (Lausitz) Donnerstag, 29 Mai 2008 von Helmut Fleischhauer

Ein letztes Mal stieg 'Rauch' aus dem alten Schornstein des Eltwerkes in Forst (Lausitz)

Ein letztes Mal stieg 'Rauch' aus dem alten Schornstein des Eltwerkes in Forst (Lausitz)

Einige hundert Forster nahmen sich die Zeit, heute Mittag um 13:30 Uhr die Sprengung des nördlichen Schornsteines des ehemaligen Eltwerkes zu beobachten.
Kurz nach 13:00 Uhr wurde die Badestraße und die Verbindung von der Weißwasserstraße zur C-A-Groeschke-Straße von Polizeibeamten gesperrt.
Um 13:23 Uhr ertönte das erste Signal, das die Sprengung in sieben Minuten ankündigte.
Foto- und Videokameras wurden in Erwartung der Sprengung auf den Schornstein gerichtet.
Um halb zwei ertönte das zweite Signal und ein paar Sekunden später war das dumpfe Grollen der Sprengung zu hören.
'Rauch' stieg ein letztes Mal aus dem Schornstein; dann kippte er leicht und brach in sich zusammen.
Eine riesige Staubwolke stieg auf, die vom Wind in Richtung Gymnasium getragen wurde und die dort stehenden Beobachter einhüllte.
Nun kann das Abbruchunternehmen mit dem Abtrsport der Schuttmassen beginnen.
Der zweite Schornstein enthält einen Kern mit künstlichen Mineralfasern die im Verdacht steht, krebserregend zu sein und laut Emissionsschutzgesetz nicht in die Umwelt gelangen dürfen. Deshalb kann dieser Schornstein nicht gesprengt werden.
1906 wurde das Eltwerk in der Badestraße 6 errichtet und lieferte Energie.
Die Forster Stadtväter vereinigten am 10. Oktober 1923 Eltwerk, Gaswerk, Wasserwerk und Stadteisenbahn zu den "Städtischen Betriebswerken Forst".
Der heute gesprengte 88 m hohe Schornstein wurde 1927 errichtet.

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