Aufatmen in der Hauptsaison: Im Unterspreewald sind zentrale Wasserwege wieder für den Tourismus freigegeben. Das teilte der Tourismusverband Spreewald mit. Damit sind die bei Gästen beliebten Kahnfahrten und Paddeltouren auf den wesentlichen Strecken wieder möglich. Einzelne Abschnitte bleiben aus Gründen der Verkehrssicherheit allerdings weiterhin gesperrt. Hintergrund der Einschränkungen ist ein massiver Befall mit dem Eichenprozessionsspinner (->> wie berichtet).
Nach Raupen-Sperrung: Spreewald gibt Wasserwege wieder frei
Weil Forstkräfte die befallenen Uferbereiche wegen der giftigen Brennhaare der Raupen nicht gefahrlos betreten konnten, ließen sich dort notwendige Baumfäll- und Sicherungsarbeiten nicht durchführen – umstürzende Bäume und herabfallende Äste hätten Bootsfahrer gefährden können. Das Landesamt für Bauen und Verkehr hatte deshalb Anfang Juli auf Antrag des Landesamtes für Umwelt elf schiffbare Landesgewässer bis auf Widerruf gesperrt. Im Unterspreewald war damit rund die Hälfte der schiffbaren Flächen betroffen; gemessen am gesamten Spreewald waren es nach Angaben des Verkehrsministeriums etwa 45 von rund 1.600 Fließkilometern.
Die Sperrung mitten in der Ferienzeit hatte für Unmut gesorgt. Tourismusbetriebe berichteten von Stornierungen – teils sogar in Orten wie Lübbenau, die gar nicht betroffen waren. Die IHK Cottbus hatte einen verbindlichen Zeitplan gefordert und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme infrage gestellt. ->> Wie berichtet
Lübben, Lübbenau und Burg durchgehend ohne Einschränkungen
In den übrigen Spreewaldregionen gab und gibt es keine Einschränkungen. In Lübben, Lübbenau und Burg (Spreewald) lassen sich sämtliche touristischen Angebote wie gewohnt nutzen – von der traditionellen Kahnfahrt bis zur individuellen Kanutour.
Der Tourismusverband führt die Freigabe auf die Zusammenarbeit der Beteiligten zurück. „Der Spreewald lebt vom Miteinander – und genau dieses Miteinander hat sich in den vergangenen Tagen eindrucksvoll gezeigt“, sagt Verbandsleiterin Annette Ernst. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Gäste die einzigartige Wasserlandschaft nun wieder in allen Spreewaldregionen erleben können.“ Für den kommenden Frühling laufen unterdessen bereits die Vorbereitungen für Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner, die das Umweltministerium für Anfang 2027 angekündigt hat.
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Red.




