In einem alten Heizhaus in Spremberg ist am Sonntagabend ein Brand ausgebrochen. Wie Blaulichtreport Lausitz vor Ort berichtete, hatte sich gegen 20:07 Uhr Restkohle in den historischen Kohlebunkern im obersten Stockwerk entzündet. Im Einsatz waren 17 Feuerwehrkräfte mit fünf Fahrzeugen, unterstützt von einer Polizeistreife und zwei Rettungsdienstfahrzeugen. Personen kamen nach aktuellem Stand nicht zu Schaden.
Restkohle entzündet sich in historischen Kohletrichtern
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stiegen nach Angaben von Blaulichtreports Lausitz sichtbare Rauchschwaden aus den Fenstern des obersten Bereichs. Da das Gebäude verschlossen war, mussten sich die Feuerwehrleute zunächst gewaltsam Zutritt verschaffen. Über das Treppenhaus drangen sie anschließend bis in die oberen Etagen vor und lokalisierten dort den Brand in den historischen Kohletrichtern.
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein ehemaliges Heizhaus aus der DDR-Ära. Es versorgte einst die umliegenden Behördengebäude sowie die örtliche Schwimmhalle mit Wärme und Warmwasser. In den beiden noch vorhandenen Einfülltrichtern, über die die Kohle damals in die rund 20 bis 30 Meter tiefer liegenden Brennöfen geleitet wurde, hatte sich verbliebene Restkohle entzündet.
Schwerer Atemschutz und Drehleiter im Einsatz
„Wir haben unter schwerem Atemschutz einen Trupp nach oben geschickt und dort die Löschmaßnahmen mit Wasser begonnen“, erklärte Hauptbrandinspektor Christian Balzer, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Spremberg. Parallel dazu sicherte ein weiterer Trupp den Bereich im Erdgeschoss ab.
Eine besondere Herausforderung stellte der bauliche Zustand des Gebäudes dar. Zahlreiche Löcher in den Böden, Metallträger auf Kopfhöhe und ein komplett stromloser Treppenflur machten den Einsatz für die Kameraden gefährlich. Die Drehleiter wurde daher gezielt eingesetzt, um die Einsatzstelle auszuleuchten und den Kräften eine sichere Orientierung im Inneren zu ermöglichen.
Schaumteppich verhindert Wiederaufflammen
Abschließend legten die Einsatzkräfte einen Schaumteppich über die betroffenen Kohlebunker, um eine erneute Sauerstoffzufuhr und damit ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. Rund eineinhalb Stunden nach der Alarmierung war der Einsatz im Heizhaus in Spremberg weitgehend abgeschlossen. Die beteiligten Kräfte konnten anschließend wieder einrücken.
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Red. / Presseinformation
Foto: Blaulichtreport Lausitz











