Pflanzaktion am Tag des Baumes in Forst
Am 23. April 2026 ist auf dem Platz der Jahresbäume am Gutenbergplatz 2 in Forst der 38. Jahresbaum gepflanzt worden. Wie die Stadt Forst in einer Pressemitteilung mitteilt, handelt es sich dabei um die Zitterpappel (Populus tremula), die von der „Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ für das Jahr 2026 ausgewählt wurde.
Die Pflanzung erfolgte gemeinsam durch Bürgermeisterin Simone Taubenek und Anne-Katrin Steiniger, Geschäftsführerin des Landschaftsarchitekturbüros 360° Landschaftsarchitekten Grimm & Steiniger PartG mbB aus Senftenberg. Das Unternehmen hatte den Baum in diesem Jahr gesponsert. Die praktischen Arbeiten übernahm nach Angaben der Stadt die Gärtnerei Engwicht. Bürgermeisterin Simone Taubenek betonte laut Mitteilung die Bedeutung der Aktion und dankte dem Sponsor für Unterstützung und Engagement. Solche Pflanzungen sollen nicht nur die grüne Infrastruktur stärken, sondern auch das Bewusstsein für Natur und Nachhaltigkeit fördern.
Zitterpappel als Symbol für Klima und Vielfalt
Die Zitterpappel gilt als sogenannte Pionierbaumart. Das bedeutet, sie besiedelt schnell offene oder geschädigte Flächen und trägt dazu bei, neue Wälder zu entwickeln. Laut Stadt Forst zeichnet sich die Baumart durch eine hohe Anpassungsfähigkeit aus und gilt deshalb als wichtiger Bestandteil im Waldumbau unter veränderten Klimabedingungen. Charakteristisch sind die Blätter der Zitterpappel, die bereits bei leichtem Wind sichtbar zittern. Dieses Merkmal gab dem Baum auch seinen Namen. Gleichzeitig erfüllt die Art wichtige ökologische Funktionen. So bietet sie zahlreichen Tierarten Lebensraum und Nahrung. Nach Angaben aus der Presseinformation profitieren unter anderem viele Insektenarten, Vögel sowie verschiedene Schmetterlinge von der Zitterpappel. Besonders hervorgehoben wird ihre Rolle für die Biodiversität. Mehr als 60 Schmetterlingsarten nutzen die Blätter als Futterquelle. Zudem finden Spechte und andere Vögel im weichen Holz geeignete Brutplätze. Auch zahlreiche Wildbienenarten sind auf die Blüten angewiesen.
Eigenschaften und Nutzung der Zitterpappel
Die Zitterpappel ist in weiten Teilen Europas sowie in Teilen Asiens und Nordafrikas verbreitet. Sie wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Böden, kommt jedoch auch mit kargen Standorten gut zurecht. Damit eignet sie sich laut Stadt Forst besonders für schwierige Flächen wie ehemalige Waldbrandgebiete oder offene Landschaften. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 20 Metern und einer Lebensdauer von etwa 100 Jahren gehört sie zu den mittelgroßen Laubbäumen. Ihr Holz ist weich und leicht und wird unter anderem für Papier, Sperrholz oder einfache Holzprodukte verwendet.
Darüber hinaus besitzt die Zitterpappel auch eine historische Bedeutung. So wurden ihre Blätter früher teilweise als Nahrungsmittel genutzt. Zudem enthalten Rinde und Blätter Salicylsäure, die eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung haben soll. Nach Angaben der Stadt Forst soll die Pflanzung nicht nur einen ökologischen Beitrag leisten, sondern auch als sichtbares Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung dienen. Der Baum des Jahres soll dabei helfen, die Bedeutung von Grünflächen im urbanen Raum stärker in den Fokus zu rücken.
Tradition der Jahresbäume wird fortgeführt
Mit der aktuellen Pflanzung wächst die Reihe der Jahresbäume in Forst weiter. Seit vielen Jahren werden am Gutenbergplatz regelmäßig neue Bäume gepflanzt, die jeweils den Titel „Baum des Jahres“ tragen. Diese Tradition soll laut Stadt auch in Zukunft fortgesetzt werden. Die Aktion verbindet dabei Umweltbildung mit konkretem Engagement vor Ort. Gleichzeitig entsteht eine wachsende Sammlung heimischer Baumarten, die Besucherinnen und Besucher über ökologische Zusammenhänge informieren soll.
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Red. / Presseinformation
Bild: Stadt Forst (Lausitz)/ Susanne Joel




