Mit einem gewaltigen Knall ist die Abraumförderbrücke F60 im Tagebau Jänschwalde am Donnerstag kurz nach um 11 Uhr in sich zusammengefallen. 66 Kilogramm Sprengstoff brachten den rund 500 Meter langen Stahlkoloss kontrolliert zu Fall und beendeten damit endgültig ein prägendes Kapitel der Lausitzer Industrielandschaft. Mehr als 12.000 Menschen verfolgten die Sprengung live auf Unserem Youtubekanal von NLaktuell. Zum Zeitpunkt der Sprengung ->> Hier entlang.
Über 45-jährige Ära eines „liegendenden Eiffelturms“ zu Ende
Nach über 45 Jahren Betrieb wurde der Abschied von einem der markantesten Bauwerke des regionalen Braunkohletagebaus sichtbar. Die Abraumförderbrücke war seit den 1970er Jahren im Einsatz und gehörte zu den größten technischen Anlagen im Tagebau Jänschwalde. Mit der Einstellung der Kohleförderung wurde der Tagebaugigant nicht mehr benötigt. In den kommenden Monaten sollen die einzelnen Bauteile demontiert und bis zum Herbst verschrottet werden. Während ihrer Betriebszeit bewegte die Förderbrücke mehr als 3,5 Milliarden Kubikmeter Abraum und legte damit fast 660 Millionen Tonnen Braunkohle frei. Mit dieser Menge konnten rechnerisch rund 660 Megawattstunden Strom erzeugt werden, was ausgereicht hätte, um Berlin über mehr als ein halbes Jahrhundert mit Energie zu versorgen. Die Zahlen verdeutlichen die Dimensionen, in denen der Tagebau Jänschwalde über Jahrzehnte gearbeitet hat.
Mit der Sprengung der F60 richtet sich der Blick nun auf den Wandel der Region. In der ehemaligen Tagebaulandschaft entstehen Teile der sogenannten Gigawatt Factory mit Wind- und Solarparks der LEAG. Gleichzeitig sollen mit dem Heinersbrücker See, dem Jänschwalder See und dem Taubendorfer See neue Landschaften geschaffen werden. Der Raum zwischen Cottbus und Forst soll sich damit zu einem Vorzeigemodell für die grüne Transformation entwickeln.
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Red.













