Am 15. Februar steht Cottbus im Zeichen des Gedenkens an die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg. Der Förderverein Cottbuser Aufbruch e.V. lädt zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung auf den Altmarkt sowie zu einem anschließenden Podiumsgespräch im Stadtmuseum ein. Dabei sollen historische Ereignisse mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen verknüpft werden, so der Verein.
Erinnerung an die Bombardierung und ihre Ursachen
Alljährlich bietet der 15. Februar Anlass, der Bombardierung von Cottbus im Zweiten Weltkrieg zu gedenken. Der Förderverein Cottbuser Aufbruch e.V. verweist darauf, dass die Zerstörung der Stadt Teil eines umfassenden Kriegsgeschehens war, das aus dem nationalsozialistischen Angriffskrieg resultierte. Nach Angaben des Vereins führten die Ideologie des Nationalsozialismus, Größenwahn, Rassismus und Antisemitismus zu unermesslichem Leid in ganz Europa. Die Bombardierung deutscher Städte, so heißt es in der Pressemitteilung, war keine isolierte Tat, sondern Folge eines von Deutschland ausgehenden Krieges. Verantwortung für die Zukunft bedeute daher, ohne Verklärung oder Geschichtsklitterung auf die Vergangenheit zu blicken. Gerade vor dem Hintergrund aktueller internationaler Konflikte werde deutlich, wie wichtig historisches Bewusstsein bleibe.
Demokratische Werte und Verantwortung für die Zukunft
Der Gedenktag soll laut Förderverein nicht nur an Zerstörung erinnern, sondern auch zur Rückbesinnung auf zentrale Werte beitragen. Menschenwürde, Demokratie und ein friedliches Zusammenleben gelten demnach als Fundament der Gesellschaft in Deutschland und der Europäischen Union. Der Verein betont, dass das Wissen um die Schrecken des Zweiten Weltkrieges zunehmend verblasse und daher aktiv wachgehalten werden müsse.
Die Erinnerung an Millionen Opfer und die enorme Zerstörungskraft moderner Kriege solle als Mahnung dienen. Ziel sei es, demokratische Strukturen zu schützen und populistischen oder extremistischen Tendenzen entgegenzutreten. Der Blick in die Vergangenheit werde dabei als Voraussetzung verstanden, um Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen.
Gedenkveranstaltung und Podiumsgespräch in Cottbus
Aus diesem Anlass lädt der Cottbuser Aufbruch am 15. Februar 2026 um 15 Uhr zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung auf dem Altmarkt Cottbus ein. Im Anschluss folgt um 16:30 Uhr ein Podiumsgespräch im Stadtmuseum Cottbus. Die Veranstaltung trägt den Titel „Zerstörung, Flucht, Integration – Prüfsteine unserer Zeit“.
Nach Angaben des Vereins sollen dort historische Erfahrungen mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen verknüpft werden. Themen wie Fluchtbewegungen, Integration und der Umgang mit Kriegserfahrungen stünden dabei im Mittelpunkt. Die Veranstaltung richtet sich an die Öffentlichkeit und soll Raum für Austausch und Diskussion bieten. Das Gedenken Bombardierung Cottbus 15. Februar wird damit nicht nur als Rückblick verstanden, sondern als Impuls für gegenwärtiges Handeln. Auch vor dem Hintergrund aktueller Konflikte in Europa gewinnt das Gedenken Bombardierung Cottbus 15. Februar zusätzliche Bedeutung. Der Förderverein sieht darin einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung und zur Stärkung des demokratischen Bewusstseins in der Region.
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Red. / Presseinformation
Bild: Cottbuser Aufbruch e.V.







