Alle vier Lausitzer Landkreise haben mehr Wald als der Brandenburger Durchschnitt. Das zeigt die Flächenerhebung zur Flächennutzung am 31. Dezember 2025. In Spree-Neiße liegt fast die Hälfte der Flächen für Tagebau, Grube und Steinbruch im Land. Cottbus hat nach Potsdam den höchsten Anteil an Siedlungs- und Verkehrsfläche.
Brandenburg ist zu fast der Hälfte Landwirtschaftsfläche
Brandenburg umfasste Ende 2025 eine Bodenfläche von 2.965.412 Hektar. Laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg ist es damit das fünftgrößte Bundesland. Auf Vegetation entfielen 86,2 Prozent der Fläche. Den größten Teil nahm die Landwirtschaft mit 1.397.119 Hektar oder 47,1 Prozent ein, Wald kam auf 1.045.789 Hektar oder 35,3 Prozent. Gewässer bedeckten 3,5 Prozent. Das geht aus dem Statistischen Bericht Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung hervor.
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche lag bei 296.690 Hektar und damit bei 10,0 Prozent der Landesfläche. Sie wuchs binnen eines Jahres um rund 1.700 Hektar, das entspricht laut Pressemitteilung des Amtes 4,7 Hektar pro Tag. Tagebaue, Gruben und Steinbrüche zählen in der Statistik zur Flächennutzung zwar zur Siedlung, nicht aber zur Siedlungs- und Verkehrsfläche.
Dahme-Spreewald ist der waldreichste Kreis der Lausitz
Bei der Flächennutzung fällt in der Lausitz vor allem der Wald auf. In Dahme-Spreewald waren Ende 2025 46,1 Prozent der Kreisfläche Wald, das sind 104.791 Hektar. Nur in Oder-Spree lag der Anteil mit 47,9 Prozent noch höher. Es folgen Spree-Neiße mit 43,0 Prozent, Oberspreewald-Lausitz mit 40,1 Prozent und Elbe-Elster mit 36,5 Prozent. In Cottbus ist gut ein Fünftel der Stadtfläche bewaldet, genau 21,1 Prozent.
Bei der Landwirtschaft liegt nur Elbe-Elster über dem Landesschnitt. Dort werden 49,5 Prozent der Fläche landwirtschaftlich genutzt, das sind 93.962 Hektar. In Dahme-Spreewald sind es 36,7 Prozent, in Spree-Neiße 33,6 Prozent und in Oberspreewald-Lausitz 32,2 Prozent. Cottbus kommt auf 27,0 Prozent.
Cottbus und Oberspreewald-Lausitz haben viel Wasser
Cottbus hat einen Gewässeranteil von 12,3 Prozent, unter den kreisfreien Städten liegt nur Brandenburg an der Havel mit 16,3 Prozent höher. Von den 2.044 Hektar Wasserfläche der Stadt sind 1.812 Hektar stehende Gewässer. Unter den Landkreisen hat Oberspreewald-Lausitz mit 7,1 Prozent den höchsten Gewässeranteil im Land. Dahme-Spreewald kommt auf 4,0 Prozent, Spree-Neiße auf 2,8 Prozent und Elbe-Elster auf 2,0 Prozent. In Elbe-Elster wuchs die Fläche stehender Gewässer gegenüber Ende 2024 von 1.476 auf 1.763 Hektar, in Oberspreewald-Lausitz von 7.378 auf 7.626 Hektar.
Spree-Neiße mit fast der Hälfte der Tagebauflächen
Für Tagebau, Grube und Steinbruch weist die Flächenerhebung landesweit 9.360 Hektar aus, Ende 2024 waren es 11.186 Hektar. Allein 4.381 Hektar davon liegen in Spree-Neiße, das sind 2,6 Prozent der Kreisfläche. Elbe-Elster folgt mit 1.527 Hektar, Dahme-Spreewald mit 433 Hektar und Oberspreewald-Lausitz mit 294 Hektar. In Elbe-Elster, Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz ging diese Fläche im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück, in Spree-Neiße kaum.
Weil Tagebaue zur Siedlungsfläche gezählt werden, hat Spree-Neiße mit 9,9 Prozent den höchsten Siedlungsanteil aller Landkreise. Bei der Siedlungs- und Verkehrsfläche ohne Tagebau liegt dagegen Oberspreewald-Lausitz mit 12,4 Prozent vorn. Spree-Neiße kommt hier auf 10,8 Prozent, Dahme-Spreewald auf 10,0 Prozent und Elbe-Elster auf 9,0 Prozent. Cottbus erreicht 30,6 Prozent, nur Potsdam hat mit 32 Prozent einen höheren Anteil.
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Den größten Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsfläche in der Lausitz verzeichnete Dahme-Spreewald. Sie stieg dort von 22.198 auf 22.693 Hektar, also um 495 Hektar. Nur in Potsdam-Mittelmark war das Plus größer. In Spree-Neiße kamen 179 Hektar hinzu, in Oberspreewald-Lausitz 99 Hektar und in Elbe-Elster 60 Hektar. In Cottbus blieb die Fläche mit plus zwei Hektar fast gleich. Zusammen entfiel auf Cottbus und die vier Lausitzer Landkreise knapp die Hälfte des landesweiten Zuwachses.
In Dahme-Spreewald wuchs vor allem die Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche, von 2.692 auf 3.486 Hektar. Die Landwirtschaftsfläche im Kreis ging um 1.605 Hektar zurück, die Waldfläche nahm um 1.002 Hektar zu. Die Vorjahreswerte zur Flächennutzung stammen aus dem Bericht zum Stand Ende 2024. Gründe für die Veränderungen nennt das Amt nicht. Wie Elbe-Elster bei naturnahen Flächen im bundesweiten Vergleich abschneidet, zeigt unser Beitrag zum IW-Dynamikranking.
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