Kito Ela aus Chóśebuz | Cottbus hat den Domowina-Preis 2026 erhalten. Der Bund Lausitzer Sorben ehrte ihn am 9. Oktober unter anderem für seinen Einsatz für die niedersorbische Sprache und das WITAJ-Projekt. Ausgezeichnet wurden auch Borbora Felberowa und Ludwig Sachsa.
Kito Ela trieb WITAJ-Projekt in der Niederlausitz voran
Mit dem Domowina-Preis 2026 wurden Borbora Felberowa aus Komorow | Commerau, Kito Ela aus Chóśebuz | Cottbus und Ludwig Sachsa aus Radwor | Radibor ausgezeichnet. Kito Ela hat sich nach Angaben der Domowina beruflich und ehrenamtlich für die niedersorbische Sprache, die Entwicklung des WITAJ-Projekts und die Interessen der Niederlausitz eingesetzt.
Laut der Laudatio wurde Kito Ela in Komorow | Commerau geboren, studierte in Leipzig Physik und Mathematik für das Lehramt und kam mit seiner Frau Christa in die Niederlausitz. Er arbeitete als Lehrer und beim Sorbischen Schulverein. 2003 übernahm er die Leitung der niedersorbischen Abteilung des WITAJ-Sprachzentrums in Chóśebuz | Cottbus. Neben den WITAJ-Kitas in Žylow | Sielow und Chóśebuz | Cottbus entstanden WITAJ-Gruppen unter anderem in Hochoza | Drachhausen, Strjažow | Striesow, Bórkowy | Burg, Nowa Niwa | Neu Zauche, Raduš | Raddusch, Wětošow | Vetschau und Janšojce | Jänschwalde.
Ehrenamtlich engagiert sich Kito Ela seit Jahrzehnten im Vorstand der Domowina-Ortsgruppe in Chóśebuz | Cottbus und organisiert ein sorbisches Skatturnier. Von 2013 an gehörte er drei Legislaturperioden lang dem Bundesvorstand der Domowina an, bis 2024 vertrat er die Niederlausitz im Minderheitenrat Deutschlands.
Kito Ela ist seit mehr als 63 Jahren Mitglied der Domowina. In seiner Dankesrede sagte er: „Das Wirken unter dem Dach der Domowina ist mehr, als sich in einem Verein zu engagieren. Man informiert, man erzählt über die Sorben und ihre Geschichte. Man hat einen Bildungsauftrag. Wir setzen uns mit Leidenschaft für das sorbische Volk ein.“
Preisträger aus Commerau und Radibor ausgezeichnet
Ebenfalls mit dem Domowina-Preis geehrt wurde Borbora Felberowa. Sie führt die Domowina-Ortsgruppe Commerau-Truppen-Königswartha und setzt sich für lebendige Traditionen, Bildungsangebote und die Begegnung zwischen Sorben und Deutschen ein. Ludwig Sachsa engagiert sich seit Langem in der Maćica Serbska und im Cyrill-Methodius-Verein und gibt Wissen, handwerkliche Fähigkeiten und die sorbisch-deutsche Zweisprachigkeit an junge Menschen weiter.
„Nicht Gesetze oder Strukturen halten unser Volk zusammen, sondern Menschen, die sich für ihre Heimat, die sorbische Sprache und Identität engagieren“, sagte der Domowina-Vorsitzende Dawid Statnik in seiner Begrüßungsrede.
Ehrenabzeichen auch für Engagierte aus der Niederlausitz
Neben dem Domowina-Preis vergab der Dachverband acht Ehrenabzeichen. Sie gingen an Doreen Šymańcowa | Schiemenz, Marlies Nagorina | Nagora, Siegmund Lehmann, Antonín Kříž, Florian Kießlich, Christin Rißmanowa | Rißmann, Jurij Wjesela und Martina Pečikowa | Petschick.
VollzeitBewerbung bis 31.12.Senior Projektingenieur Terminplanung (m/w/d)LEAG Clean Power GmbH · CottbusZur Stelle →Alle 419 Stellen in Südbrandenburg →Aus der Niederlausitz kommen laut Laudatio Doreen Schiemenz, Vorsitzende der Domowina-Ortsgruppe Gołbin | Gulben, Marlies Nagora, die sich für den sorbischen Hochzeitszug von Móst | Heinersbrück einsetzt, und Siegmund Lehmann aus Bórkowy (Błota) | Burg (Spreewald), der von 2011 bis 2024 dem Vorstand der Vereinigung der wendischen Spreewaldfischer angehörte. Musikalisch umrahmten Walburga Walde und Izabela Kałduńska die Feier mit nieder- und obersorbischen Liedern. Zuletzt hatten wir über die Domowina-Auszeichnungen 2020 berichtet.
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Red. / Presseinformation














