Nirgends in Brandenburg war Agrarland 2025 so günstig wie in der Lausitz. In Elbe-Elster kostete ein Hektar im Schnitt 6.647 Euro, in Spree-Neiße 6.688 Euro. Landesweit waren es 13.545 Euro, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg meldet.
Fast 149 Millionen Euro für Agrarland in Brandenburg
Im Land Brandenburg wurden 2025 insgesamt 2.393 landwirtschaftliche Grundstücke verkauft, zehn mehr als im Vorjahr. Die verkaufte Fläche wuchs von 9.813 auf 10.968 Hektar. Die Kaufsumme stieg von 129,7 auf 148,6 Millionen Euro. Ein Hektar Agrarland kostete landesweit durchschnittlich 13.545 Euro, nach 13.218 Euro im Jahr 2024. Das geht aus dem Statistischen Bericht Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke in Brandenburg 2025 hervor.
Am teuersten war Agrarland in Märkisch-Oderland mit 19.417 Euro je Hektar, gefolgt von der Uckermark mit 17.770 Euro. Am unteren Ende der Rangliste stehen fast nur Regionen aus der Lausitz. Elbe-Elster und Spree-Neiße belegen die letzten beiden Plätze, davor folgen Dahme-Spreewald mit 7.915 Euro und Oberspreewald-Lausitz mit 7.939 Euro. Cottbus kommt auf 8.221 Euro je Hektar.
Elbe-Elster mit den meisten Verkäufen im ganzen Land
Elbe-Elster ist nicht nur der günstigste Kreis, dort wurden auch die meisten landwirtschaftlichen Grundstücke verkauft. Die Zahl stieg von 225 auf 286. Verkauft wurden 899 Hektar für knapp 6,0 Millionen Euro. Der Hektarpreis sank von 7.907 auf 6.647 Euro. Für reines Ackerland nennt der Bericht in Elbe-Elster 7.785 Euro je Hektar, nach 6.864 Euro im Vorjahr.
In Spree-Neiße ging die Zahl der Verkäufe von 174 auf 137 zurück. Die Fläche blieb mit 420 Hektar fast gleich, ebenso der Hektarpreis mit 6.688 Euro nach 6.644 Euro. Beim Ackerland hat Spree-Neiße mit 7.166 Euro je Hektar den niedrigsten ausgewiesenen Wert in Brandenburg. Landesweit kostete ein Hektar Ackerland 14.809 Euro.
Oberspreewald-Lausitz mit starkem Rückgang beim Hektarpreis
Einen deutlichen Rückgang zeigt die Statistik für Oberspreewald-Lausitz. Dort sank der durchschnittliche Kaufwert von 14.541 Euro im Jahr 2024 auf 7.939 Euro je Hektar. Die Zahl der Verkäufe ging von 92 auf 88 zurück, die Kaufsumme von 5,1 auf 2,3 Millionen Euro. Ackerland kostete im Kreis 8.999 Euro je Hektar, nach 16.801 Euro im Vorjahr. Gründe nennt das Amt nicht.
In Dahme-Spreewald stieg die Zahl der Verkäufe von 184 auf 206, der Hektarpreis sank von 8.481 auf 7.915 Euro. Ackerland lag dort bei 10.207 Euro je Hektar. In Cottbus wurden wie im Vorjahr zehn landwirtschaftliche Grundstücke verkauft, zusammen elf Hektar. Der Hektarpreis stieg von 7.516 auf 8.221 Euro.
Deutlich gestiegen ist der Hektarpreis dagegen in Oder-Spree, und zwar von 9.422 auf 12.145 Euro, bei 130 Verkäufen nach 114 im Vorjahr. Ackerland kostete im Landkreis 13.131 Euro je Hektar, nach 9.925 Euro.
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Erfasst sind Verkäufe landwirtschaftlicher Grundstücke ohne weitere Gegenstände, Rechte und Pflichten. Der Bericht unterscheidet die Gesamtfläche, die landwirtschaftlich genutzte Fläche und das Ackerland. Der Kaufwert je Hektar ergibt sich aus der Kaufsumme geteilt durch die Fläche. In Cottbus beruhen die Werte auf nur zehn Verkäufen. Für einige Kreise weist der Bericht einzelne Werte nicht aus. Der Bericht liegt in einer ersten korrigierten Ausgabe vom 8. Oktober 2026 vor.
Was baureifes Land in den Lausitzer Kreisen kostet, steht in unserem Beitrag Bauland in der Lausitz kostet 25 bis 144 Euro je Quadratmeter. Wie sich die Bodenrichtwerte in den Gemeinden entwickelt haben, zeigt unser Beitrag zu den Bodenrichtwerten in Oberspreewald-Lausitz.
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Red. / Presseinformation














