Die Newcastle Disease in Spree-Neiße weitet sich aus: In zwei Privathaltungen wurden neue Ausbrüche amtlich festgestellt. Auch ein bereits betroffener Legehennenbetrieb meldet einen weiteren Befund. Das Friedrich-Löffler-Institut bestätigte die Fälle des Landkreises vom 17. März 2026.
Neue Ausbrüche in Privathaltungen amtlich bestätigt
In zwei Privathaltungen im Landkreis Spree-Neiße brach die Newcastle Krankheit aus – das Veterinäramt des Landkreises reagierte darauf umgehend. Das Friedrich-Löffler-Institut – das nationale Referenzlabor für Tierseuchen in Deutschland – bestätigte den Befund abschließend. Laut Landkreis liegen die Ergebnisse seit gestern vor.
Darüber hinaus schlug das Virus trotz bestehender Biosicherheitsmaßnahmen auch in einem bereits betroffenen Legehennenbetrieb im Spree-Neiße-Kreis erneut zu. Den amtlichen Befund stellten die Behörden dort am 14. März 2026 fest. Das Friedrich-Löffler-Institut bestätigte auch diesen Fall.
Die Häufung der Ausbrüche verdeutlicht: Die Newcastle Krankheit trifft den Spree-Neiße-Kreis derzeit in allen Haltungsformen. Kein Betriebstyp und keine Privathaltung ist damit automatisch geschützt.
Was ist die Newcastle Krankheit und wie gefährlich ist sie?
Die Newcastle Disease (ND) ist eine hochansteckende Virusinfektion, die vor allem Hühner, Puten und anderes Geflügel befällt. Das Virus wird durch das Newcastle-Disease-Virus (NDV) verursacht und kann sich innerhalb kurzer Zeit auf gesamte Bestände ausbreiten. In schweren Verläufen sterben infizierte Tiere. In Deutschland unterliegt die Krankheit daher der Anzeigepflicht – Tierhalterinnen und Tierhalter sind gesetzlich verpflichtet, jeden Verdachtsfall sofort zu melden.
Biosicherheit jetzt kritisch überprüfen
Der Landkreis ruft alle Geflügelhalterinnen und -halter eindringlich dazu auf, ihre bestehenden Biosicherheitsmaßnahmen kritisch zu überprüfen. Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen gehören laut Mitteilung eine strikte Einschränkung des Personenzugangs zu den Ställen sowie wirksame Desinfektionsmaßnahmen an Übergangsstellen. Das Ziel: Das Risiko eines Viruseintrags oder einer Weiterverbreitung so weit wie möglich senken.
Darüber hinaus empfiehlt der Landkreis ausdrücklich eine Impfung der Tiere. Die Impfung gilt als wirksames Mittel, um den Krankheitsverlauf abzumildern und die Ausbreitung zu verlangsamen. Tierhalterinnen und Tierhalter sollten die Möglichkeit einer Schutzimpfung daher zeitnah mit ihrem Tierarzt oder ihrer Tierärztin besprechen.
Verdachtsfall? So erreicht ihr das Veterinäramt Spree-Neiße
Wer in seinen Beständen auffällige Krankheits- oder Sterbefälle beobachtet, soll das Veterinäramt des Landkreises Spree-Neiße sofort kontaktieren – ohne auf weitere Symptome zu warten. Frühes Melden ist entscheidend, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen.
- E-Mail: [email protected]
- Telefon: 03562 986-13999
Die aktuelle Entwicklung der Newcastle Krankeheit in Spree-Neiße hängt zudem eng mit den Ausbrüchen im benachbarten Landkreis Dahme-Spreewald zusammen, wo das Virus ebenfalls in gewerblichen und privaten Haltungen auftrat. Beide Landkreise arbeiten laut eigenen Angaben gemeinsam an einer lückenlosen epidemiologischen Aufklärung. Tierhalterinnen und Tierhalter sollten daher auch Meldungen aus den Nachbarkreisen genau verfolgen, um den aktuellen Stand der Seuche einschätzen zu können.
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