Neuer Gesundheitsstandort in Vetschau: WIS baute Wohnungen um
Wo früher gewohnt wurde, ist in Vetschau ein Ort für Gesundheit und Betreuung entstanden. In der Juri-Gagarin-Straße 24 und 25 hat die WIS Wohnungsbaugesellschaft Wohnungen zu einem neuen Zentrum umgebaut. Unter einem Dach bündeln sich nun Therapie, Pflege und Beratung. Die Flächen werden von der Villa Lebensbogen genutzt. Ziel ist es, die Versorgung für Menschen jeden Alters wohnortnah zu stärken.
Vom Wohnraum zum Gesundheitszentrum
Für das Projekt wurden nach Angaben der WIS insgesamt neun Wohnungen umgebaut. Die Bau- und Umbauphase erstreckte sich über etwa ein bis eineinhalb Jahre. Geschäftsführer Michael Jakobs beschrieb den Umfang so: „Wir haben neun Wohnungen umgebaut und wir haben etwas über 500 Quadratmeter, die wir zur Verfügung stellen.“ Die Investitionen für das Vorhaben lagen bei rund 1,5 Millionen Euro. Der Umbau stellte laut Jakobs eine besondere Aufgabe dar. „Aus einem Wohnhaus so ein Zentrum zu machen, ist schon eine besondere Herausforderung. Das ist nicht mal so nebenbei gemacht.“ Im Fokus stand dabei vor allem die spätere Nutzung. Die Räume wurden so gestaltet, dass sie sowohl für Mitarbeitende als auch für Patientinnen und Patienten funktional und angenehm sind. „Dass sich die Patienten später und die Kunden hier auch wirklich wohlfühlen, aber natürlich auch die Nutzer und Betreiber“, so Jakobs am NL-Mikro.
Alles an einem Ort gebündelt
In den neuen Räumlichkeiten sind verschiedene Angebote unter einem Dach gebündelt. Im Erdgeschoss der Hausnummern 24 und 25 befinden sich die Bereiche für Physio- und Ergotherapie, die barrierefrei über eine neu geschaffene Rampe erreichbar sind. Ergänzt wird der Standort durch Sozialräume mit abschließbaren Schränken sowie sanitäre Anlagen im ersten Obergeschoss, die vor allem den Mitarbeitenden zugutekommen. Funktionsräume bieten Platz für Dokumentation und Berichte, während im Dienstzimmer die Pflegekräfte ihre Schichten beginnen und beenden. Ihre Touren werden dabei digital auf Tablets organisiert.
Die ersten Bereiche wurden bereits im Dezember des vergangenen Jahres bezogen. „Wir sind im Dezember letzten Jahres mit den Therapieeinheiten eingezogen, also mit der Physiotherapie und der Ergotherapiepraxis“, erklärte Susen Nowara. Ende Februar folgten weitere Bereiche wie Hauskrankenpflege, Verwaltung, Eingliederungshilfe sowie die Geschäftsräume. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Ergotherapie für Kinder. Dafür wurden spezielle Räume eingerichtet, unter anderem mit einer Therapieschaukel. Parallel sind Kooperationen mit Schulen und Kindergärten geplant, um Kinder spielerisch therapeutisch zu begleiten.
„Wir bieten physiotherapeutische Leistungen an, ganz unterschiedlich Krankengymnastik, manuelle Therapie, Bobath, Lymphdrainage. Wir bieten hier in den Räumlichkeiten ergotherapeutische Leistungen an, die Ergotherapie für Kinder“, so Nowara. Am 9. Mai ist zudem in der Zeit von 10 bis 14 Uhr ein Tag der offenen Tür geplant. „Herzlich eingeladen ist jeder, der hier mal reingucken will. Wir zeigen natürlich unsere Räumlichkeiten“, kündigte Nowara am NL-Mikro an. Weitere Infos zu den Angeboten gibt es online unter www.villa-lebensbogen.de.
Parallel treibt die WIS weitere Projekte in Vetschau voran, darunter barrierefreies Wohnen und neue Vorhaben in der Altstadt. Ziel sei es, die Stadt weiterzuentwickeln und zusätzliche Angebote für die Bevölkerung zu schaffen.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Red.



